Bereitstellungsübung beim Deichbrand Festival

Stefan Greiber - Nordholz/Cuxhaven, 19. Juli 2019

Foto: Stefan Simonsen

ManV-Alarm beim Deichbrand Festival in Nordholz. Am Freitag um 14:46 Uhr wurde die Reserve alarmiert, die für einen Massenanfall an Verletzten (ManV) vorgehalten wird. Mit dieser nicht angekündigten Bereitstellungsübung wollten Gesamteinsatzleiter Thorsten Ernst und der Leiter des Sachgebiets 3 Einsatz (S3), Alexander Jansen, die Reaktionsgeschwindigkeit und das Einsatzverhalten der Sanitäter testen. Beide waren mit den gezeigten Leistungen überaus zufrieden. „Das war besser als wir gedacht hätten“, betonte Thorsten Ernst. Die Bereitstellungsübung war die erste Übung, die während des laufenden Deichbrand-Festivals durchgeführt wurde.

Von jeder der acht Unfallhilfsstellen auf dem Festivalgelände rückten ein Mannschaftswagen mit je zwei Helfern in voller persönlicher Schutzausrüstung (PSA) und je einer ManV-Kiste aus, die mit Material bestückt ist, das für solche Einsätze erfahrungsgemäß benötigt wird. Zudem hatte die Einsatzleitung pro Unfallhilfsstelle je einen Rettungs- oder Krankenwagen samt Besatzung und zwei Gerätewagen Sanität alarmiert. Die Anfahrt erfolgte ohne Sondersignal mit Blaulicht, Sammelpunkt war der Priority-Parkplatz beim Haupteingang. Schon um 14:49 Uhr meldeten die ersten Helfer, dass sie ausgerückt seien, zwei Minuten später trafen die ersten am Sammelpunkt ein. Die Aufstellung erfolgte in zwei Reihen. Einsatzende war um 15:10 Uhr. Die Fahrzeuge waren trotz fehlenden Sondersignals und großen Besucherandrangs sehr schnell vollzählig über das Festivalgelände zum Sammelpunkt gekommen, die Besatzungen hatten alle ihre PSA dabei. Einziger Negativpunkt war das Fehlen einiger ManV-Kisten.

„Für eine erstmals durchgeführte, nicht angekündigte Übung war das Ergebnis überragend“, sagte Thorsten Ernst. Grund der Bereitstellungsübung war, dass das in der Theorie entwickelte Konzept auf seine Praxistauglichkeit geprüft werden sollte. Der Zeitpunkt bot sich an, da in den Unfallhilfsstellen zu der Zeit das Einsatzaufkommen gering war. Die Sanitäter seien sehr diszipliniert und ruhig gewesen, niemand war hektisch. „Das wünscht man sich so als Einsatzleiter“, sagte Thorsten Ernst.

Fotos: Anette Thanheiser und Stefan Simonsen

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