Erste-Hilfe-Challenge auf der IdeenExpo: 3000 Besucher wurden zu Rettern

Hannover, 23. Juni 2019

Promis, Bühnenauftritte, tausende Gespräche. Die Johanniter zeigten sich als Retter, Pfleger und Erzieher und ziehen positiv Bilanz

Die YouTube-Stars Rewinside und Jodie Calussi bei der Erste-Hilfe-Challenge.

Foto: Johanniter/Heun

Mach doch einfach… Die Johanniter waren bei der IdeenExpo 2019 dabei und brachten mit der Erste-Hilfe-Challenge ein Exponat mit, das tausende Besucher begeisterte.

Jeweils vier Besucher bekamen dabei von angehenden Notfallsanitätern an Reanimations-puppen die Handgriffe für eine Herz-Lungen-Wiederbelebung erklärt und traten dann (wie beim Jahrmarkt-Pferdederby) gegeneinander an. Wer am konstantesten, am richtigen Punkt und mit optimaler Tiefe auf den Brustkorb drückte, dessen Rettungswagen fuhr auf einem Bildschirm als Erster über die Ziellinie und gewann. Mehr als 3000 Schüler, Eltern und Lehrer ließen sich auf das Wettretten ein, beobachtet und mitunter auch angefeuert von unzähligen neugierigen Beobachtern. „Diese Resonanz von den jungen Menschen motiviert uns sehr! Es zeigt ihr Interesse am Helfen und weist uns den Weg, die Hemmschwellen zur Ersten Hilfe weiter abzubauen“, sagt Hannes Wendler, Landesvorstand der Johanniter in Niedersachsen und Bremen. „Auch das Interesse für soziale Berufe war groß – meist zuerst erprobt in einem Freiwilligen Sozialen Jahr!“

Die Erste-Hilfe-Challenge war aber nur eines von insgesamt sieben Mitmach-Angeboten, die die Johanniter-Unfall-Hilfe auf zwei Standflächen in den Hallen 7 und 9 präsentierten. Unter dem Motto „Stell Dir vor…“ konnten die Besucher Eindrücke aus den Bereichen Rettung, Pflege und Erziehung sammeln. Schwer angesagt waren bei den zumeist Jugendlichen geschminkte Platzwunden. Rund 1000 dieser täuschend echt aussehenden Wunden, die bei der Realistischen Unfalldarstellung (RUD) zu Ausbildungszwecken genutzt werden, sorgten für begeisterte Schüler und irritierte Lehrer und Eltern.

Eine lange Warteschlange gab es jeden Tag auch beim Alterssimulationsanzug, der seinen Träger in Sekunden durch eingeschränkte Gelenkigkeit und erschwertes Seh- und Hörvermögen um 60 Jahre altern lässt. Diesen Anzug in Kombination mit einem Basketballkorb probierten rund 650 Besucher aus. „Jetzt weiß ich, wie meine Oma und mein Opa sich fühlen“, sagten viele der Mädchen und Jungen im Anschluss erstaunt. Bei den Johannitern wird dieser Anzug bei der Ausbildung der Pflegefachkräfte genutzt.

Wer für diese Attraktionen einen Moment warten musste, vertrieb sich die Zeit mit einem Blick in den ausgestellten Notfallkrankentransportwagen, schaute sich im JUH-Kino Filme über FSJ-ler an, wurde mit einer XVR-Brille und zwei Joysticks im virtuellen Gewühl eines Veranstaltungsgeländes zum Juniorsanitäter oder versuchte sich bei einem Turmbauspiel aus dem Bereich der Kindertagesstätten an einer noch nie gemachten Bewegung, die bei den Besuchern ebenfalls oft zu einer erstaunten Reaktion führte: „Ach, so ergeht es kleinen Kindern, die etwas zum ersten Mal ausprobieren…“

Ziemlich alt fühlte sich am Freitag auf einmal Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, der als Besucher vorbeischaute und den Altersanzug ausprobierte. Kurz danach war Bundesministerin Ursula von der Leyen am Johanniter-Stand und bewährte sich bei der Erste-Hilfe-Challenge. Bereits am Dienstag hatten sich dort die beiden Youtuber Rewinside und Jodie Calussi auf das Wettdrücken eingelassen, auch sie mit Ehrgeiz und Erfolg.

Dass die Johanniter – mehr als 50 aus der Stadt und Region Hannover waren zusätzlich zum geleisteten Sanitätsdienst auf der IdeenExpo im Einsatz - ebenfalls rampenlichttauglich sind, zeigten sie mit vier Auftritten auf den Bühnen der IdeenExpo, bei denen interessierte Besucher über Berufsausbildungen und Karrieremöglichkeiten bei der JUH informiert wurden. Und für ein besonderes Highlight sorgten die eingesetzten Notfallsanitäter-Azubis aus drei Lehrjahren, die auf Eigeninitiative hin und gleich mehrmals ihr Können mit einem Advanced Life Support (ALS) zeigten. Dabei geht es um die Reanimation eines Menschen inklusive Intubation, Defibrillation und Medikamentengabe, die Besucher konnten damit einen kompletten Erste-Hilfe-Einsatz aus nächster Nähe verfolgen.

Infos zu Freiwilligendiensten bei den Johannitern hier: www.johanniter.de/freiwilligendienste

Das ganze Karriereportal unter: www.besserfüralle.de

 

 

Ihr Ansprechpartner PR / Medienservice