Integration

Foto: Johanniter/Birte Zellentin

Die Johanniter widmen sich der Unterstützung von Menschen mit Migrationsgeschichte und verstehen das als ihre christlich-humanitäre Aufgabe. Gut ankommen und gesellschaftlich teilhaben durch den Zugang zu Bildung und Arbeit stehen für uns im Blickpunkt.

Hierfür engagieren wir uns gemeinsam mit den Ländern, Kommunen, Migrantenorganisationen und weiteren Netzwerkpartnern.

In der Butzbacher Erklärung von Februar 2016 geben wir dazu ein klares Statement: „Wir verstehen Integration als die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen an allen wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Bereichen.“

Die Johanniter in der Integrationsarbeit

Foto: Johanniter/Birte Zellentin

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. leistet seit ihrer Gründung im Jahr 1952 in vielen Bereichen Integrationsarbeit. Es gibt eine Vielzahl von Projekten, deren Erfolg auf guter Vernetzung und Integration von Menschen in bestehende Strukturen und die Gesellschaft gründet. Landesweit arbeiten wir mit fünf regionalen Integrationsmanagern an Projekten, die die Geflüchteten und Migranten bei ihrem neuen Leben in Deutschland unterstützen und ein soziales Miteinander fördern. Die Integrationsmanager verstehen sich dabei immer als Brückenbauer, die das konzeptionelle Gerüst erstellen und als Facilitator zwischen Geflüchteten, Migranten, Netzwerkpartnern und der Gesellschaft fungieren. Diese Plattform dient neben dem Austausch von Ideen und Best-Practice-Beispielen auch der Entwicklung neuer übergreifender Projekte zur Optimierung unseres Angebotes. Eingebettet ist die Integrationsarbeit auf Landesebene in den Fachbereich Integration und Jugendhilfe im Landesverband Niedersachsen/Bremen, sowie in das bundesweite Netzwerk aus mittlerweile 20 Kollegen in der Integrationsarbeit.

Die fünf Ebenen des Johanniter-Integrationsansatzes

Sprache und Bildung

Die Vermittlung von Sprachwissen ist zentraler Bestandteil einer erfolgreichen Integration. Hierunter fallen sowohl reguläre Sprachkurse als auch Angebote im Bereich Profiling bzw. Kompetenzerfassung, Alphabetisierung, Erstorientierung und Wertevermittlung sowie berufsbezogene Sprachkurse.

Beruf und Arbeit

Neben zusätzlich geschaffenen Stellen im Bundesfreiwilligendienst und der Bereitstellung von Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen bieten wir eine breite Palette an niedrigschwelligen Angeboten zum beruflichen Einstieg von Migranten u.a. in die Bereiche Pflege oder Rettungsdienst an. Kompetenzstärkung, Bewerbungstraining und Heranführungen an Betriebe sind uns hierbei ebenso wichtig.

Wohnen und dezentrale Betreuung

Dieser Bereich umfasst das weite Feld der Unterstützung im eigenen Wohnraum durch verschiedenste Angebote. Hilfestellungen zu Themen des Alltags (Behördengänge, Briefwechsel, Elternabende, Orientierung im Stadtteil etc.) erfolgen beispiels­weise durch aufsuchende Sozialarbeit.

Nachbarschaftliches Miteinander

Gleichzeitig liegt einer der Schwerpunkte auf der Integration in das gesellschaftliche Umfeld, wobei auf unsere langjährige aktive Erfahrung im Quartiersmanagement zurückgegriffen werden kann.

Gesundheit

Hier steht die Information über das deutsche Gesundheitssystem und die Hilfestellung zu dessen Nutzung an erster Stelle. Erste-Hilfe-Kurse für Geflüchtete sowie Veranstaltungen zur gesundheitlichen Aufklärung sind ebenfalls Bestandteile dieses Themenfeldes.

An wen richten sich unsere Leistungen?

Foto: Johanniter/Birte Zellentin

Wir möchten Ange­bote und Leistungen stets bedarfsgerecht gestalten. Dabei spielt es für uns keine Rolle, welche Bleibeperspektive der Geflüchtete hat oder ob er eine Migrationsgeschichte ohne Fluchthintergrund aufweist – unser christlich-humani­tärer Ansatz stellt alle Menschen gleichwertig in den Mittelpunkt. Besonders schutzbedürftige Personen (Frauen, Kinder, Jugendliche, Analphabeten u.a.) unterstützen wir jedoch auf Basis speziell konzipierter Inhalte.

Darüber hinaus fördern wir in besonderem Maße ehrenamtliches Engagement und das nachbarschaftliche Mitei­nander. Derzeit arbeiten wir landesweit mit hauptamtlichen Ehrenamtskoordinatoren und begleiten mehr als 200 freiwillige Helfer.

Das Johanniter-Projekt „Vielfalt verbindet“

Wir als haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter der Johanniter-Unfall-Hilfe nehmen unseren Auftrag sehr ernst und beginnen bei uns selbst. Im Rahmen des Projekts „Integration durch Teilhabe“ bilden wir unter dem Motto „Vielfalt verbindet“ eigene Mitarbeiter zu Multiplikatoren in der interkulturellen Bildungsarbeit aus. Ziel der Johanniter ist es, die interkulturelle Kompetenz innerhalb des Verbandes zu erhöhen und auszubauen, um so Mitarbeiter für den Umgang mit Menschen mit Migrationshintergrund zu sensibilisieren und den Integrationsprozess auch in den eigenen Reihen aktiv zu fördern. Weitere Infos finden sich unter: www.zusammen-wissen-teilen.de

Nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf

Sie interessieren sich für die Arbeit der Johanniter in Niedersachsen und Bremen in den Bereichen Integration und Jugendhilfe? Gerne stehen wir Ihnen für Fragen zur Verfügung. Sie erreichen uns telefonisch unter 0511-67896-551 oder per Kontaktformular.

Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen Björn Menkhaus

Fachbereichsleiter

Kabelkamp 5
30179 Hannover