Johanniter sichern Marathon in Bremen ab

Jan Klaassen - Bremen, 29. September 2016

Der Sanitätsdienst der Johanniter Bremen hat am Sonntag, 2. Oktober, die medizinische Erstversorgung während des 12. swb-Marathons sichergestellt.

Für die Johanniter hat der  Einsatz bereits um 6 Uhr in der Früh begonnen. Die Einsatzleitung und der Küchentrupp gingen als Erstes an den Start. Um 7 Uhr wurden die ersten Helfer mit Informationen und Frühstück versorgt. Insgesamt haben 100 ehrenamtlich tätige Einsatzkräfte mit 32 Fahrzeugen den 12. swb-Marathon sanitätsdienstlich begleitet. „Am Ende des Tages haben wir rund 1500 Einsatzstunden geleistet“, sagte Dennis Schmidt, Gesamteinsatzleiter der Johanniter.

Herausforderung: Großes Einsatzgebiet

Die Herausforderung während eines solchen Einsatzes ist die sanitätsdienstliche Abdeckung der gesamten Laufstrecke von 42 Kilometern. Deshalb wurden ab acht Uhr alle zweieinhalb Strecken-Kilometer mobile Unfallhilfsstellen eingerichtet – bestehend aus einem Großfahrzeug und zwei Sanitätern. Ab Kilometer 25 wurden die Einsatzkräfte aufgestockt, da ab diesem Bereich mit einer steigenden Anzahl an Hilfeleistungen gerechnet wurde. Eigens dafür wurden die mobilen Unfallhilfsstellen mit einem weiteren Fahrzeug und mindesten zwei weiteren Sanitätern besetzt.

Strukturen für gute Zusammenarbeit  

Damit ein solcher Einsatz gelingt, arbeiten viele Sachabteilungen – genannt Stabsstellen – zusammen. Die Stabsstelle S1 kümmert sich um das Personal – von der Planung, Beschaffung und Erfassung vor und während des Einsatzes. Der Bereich S2 führt die sogenannte Lage – welche Autos und welches Personal ist wo? Wie ist die Veranstaltungslage? Die Stabsstelle S3 führt den Einsatz. Heißt: Hier laufen alle Fäden zusammen. Insbesondere die Einsatzkoordinierung  der einzelnen Helfer und Fahrzeuge auf der Strecke und im Ziel. Dem Abschnitt Versorgung und Logistik kommt eine besondere Rolle zu. Der S4 ist unter anderem dafür verantwortlich, dass die Helfer ihr Essen bekommen. Und zwar auch auf der Strecke. Die Stabsstelle 5 kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit und der Bereich 6 ist für die technische Kommunikation verantwortlich – Funk, Telefon und Internet. 

Auf alles vorbereitet

Im Ziel wurde ein großer Behandlungsplatz errichtet. Mehr als 20 Sanitäter und zwei Ärzte waren dort im Einsatz. „Viele Läufer haben auf den letzten Meter alles gegeben. Deshalb kam es im Ziel erfahrungsgemäß vermehrt zu Behandlungen von Erschöpfungszuständen, Dehydrierung aber auch von Blasen und Schürfwunden“, sagte Schmidt. Zwei weitere Notärzte standen bereit, um im Notfall mit speziellen Notarztfahrzeugen (NEF) an Unfallorte auf der Strecke gebracht zu werden.