Können Sie mal vorbeikommen?

Bremen, 30. April 2020

Foto: Johanniter

Es gibt behördliche Vorgaben, Forderungen nach Einweisungen von Personal bei der schrittweisen Wiedereröffnung von Geschäften, Betrieben, Vereinsstätten, Fitnessstudios, Schulen und Kindergärten: Doch was genau muss wie eingehalten werden? Wie werden Richtlinien im eigenen Betrieb umgesetzt: Ein- und Ausgänge, Leitung des Kundenverkehrs? Was muss zum Schutz der Schüler, des Lehrpersonals getan werden? „Masken, Einmalhandschuhe, Abstandhalter, Desinfektionsmittel – damit allein ist es nicht getan. Alles muss individuell betrachtet und geschaut werden, wie geforderte Standards umgesetzt werden können. Doch die Tücke liegt mal wieder im Detail,“ sagt Juliet Rasche, staatlich geprüfte Desinfektorin bei den Johannitern in Bremen. „Manchmal sind es Kleinigkeiten. Wenn zum Beispiel in einer Bank etwas unterschrieben werden muss, sollte der Kunde den Stift vielleicht als Werbegeschenk lieber gleich mit nach Hause nehmen.“

Es herrschen unterschiedliche Bedingungen in Geschäftslokalen oder auch bei Einrichtungen oder Schulen vor. „Deswegen ist es wichtig, konkret hinzuschauen, um Lücken oder Hindernisse zu erkennen. Wir können Tipps geben, Fragen stellen und auf bessere Handhabungen oder Abläufe hinweisen,“ erläutert Rasche. Viele Geschäftsinhaber oder Schulleitungen gehen erst einmal nach bestem Wissen und Gewissen vor. Doch mancher ist unsicher, ob die ergriffenen Maßnahmen ausreichen. „Wir hören von vielen Seiten: Wir haben uns Gedanken gemacht, aber reicht das aus? Und dann wird der Wunsch geäußert: Können Sie mal vorbeikommen?“, erzählt Juliet Rasche, die auch als Koordinatorin für den Schulsanitätsdienst tätig ist. Sie empfiehlt besonders im Kita- und Schulbereich immer wieder Wasser und Seife, denn ordentliches Händewaschen reicht aus und das frühzeitige Erlernen ist wichtig. „Bedenken sollte man aber auch: Ob Desinfizieren oder häufiges Händewaschen – danach unbedingt eincremen! Das wird häufig vernachlässigt. Trockene Haut bildet Risse und damit auch jenseits von Corona zusätzliche Gefährdungspotenziale.“

In Pflege, Rettungsdienst und Krankentransport sind hygienische Maßgaben alltäglich. In Zeiten der Corona-Pandemie ist diese Erfahrung auch darüber hinaus für viele Menschen nützlich. Die Johanniter in Bremen möchten mit ihrer Beratung unterstützen und ihr Expertenwissen – auch in Schulungen – weitergeben.

Die Ermittlung des individuellen Beratungsbedarfs ist kostenlos. Die Johanniter haben Erfahrungen und können Ratsuchende dabei individuell unterstützen und begleiten. Per Telefon unter 0800 7234 279 (kostenfrei) oder über das Formular auf der Internetseite www.johanniter.de/schutzkonzept können sich Interessierte bei den Johannitern melden.

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