Mit bunten Masken Freude bereiten

Bremen, 14. Mai 2020

Foto: Johanntier/Dennis Schmidt

Sie gehen im Buntentorsteinweg in der Bremer Neustadt und Auf der Düne in Bremen-Gröpelingen von Tür zu Tür: Die Johanniter von den aktuell geschlossenen Einrichtungen, dem Begegnungszentrum „Buntentor“ und dem Bewohnertreff „Zur Düne“, halten weiterhin den Kontakt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Sie klingeln, machen einen kleinen Schnack auf Abstand, fragen nach dem Befinden, bringen mal Schokolade oder ein wenig Obst mit. Diesmal verteilen sie selbst genähte, gemusterte oder einfarbige Masken – ganz nach Geschmack. Helene Mühlleiter freut sich sehr darüber: Die 75-Jährige erzählt von ihren Urenkeln und hofft, dass sie die beiden nun doch bald wiedersehen kann. Dafür überreichen ihr Nicole Rosenberger, Leiterin der Einrichtungen, und ihr Team schon mal zwei Kindermasken im Voraus.

Passend zur verordneten Pflicht entstand die Idee mit den selbst gefertigten Masken. Gesagt, getan: Das bei hohen Temperaturen waschbare Material wurde gekauft und die Nähmaschine angeworfen. „Zuerst haben wir ganz schön gefriemelt, aber dann hatten wir den Bogen raus! Es ging wie am Fließband. Zuschneiden, stecken, plätten, Gummibänder einziehen und nähen – jede von uns übernahm eine Aufgabe“, schildert Rosenberger ihre Heimarbeit mit den vier Mitstreiterinnen. Es hat ihnen viel Spaß gemacht und die Freude in den Augen der Mieterinnen und Mieter zu sehen, „rührt uns sehr!“

Das Wohnungsunternehmen Vonovia begeisterte sich für die Näh- und Verteilaktion und fördert sie nunmehr mit 1.500 Euro. „Wir freuen uns, dass wir mit unserer Spende einen Beitrag zum Schutz der Seniorinnen und Senioren in den Einrichtungen leisten können. Mit den Johannitern in Bremen arbeiten wir seit Jahren gut und verlässlich zusammen, um ein gutes Zusammenleben und die Nachbarschaft in unseren Quartieren zu fördern“, sagt Timm Tebbe, bei Vonovia Regionalbereichsleiter Bremen. „Die finanzielle Unterstützung in diesen Zeiten ist für uns sehr wichtig“, unterstreicht Andreas Setzer, Mitglied im Regionalvorstand Bremen-Verden, dankbar. „So können unsere Kolleginnen und Kollegen kreativ mit der Situation während der Corona-Pandemie umgehen und ein wenig der entstandenen Einsamkeit älterer Menschen entgegenwirken.“

Über ihre mobile Tour wollen die Johanniter den Bewohnerinnen und Bewohnern zeigen, dass sie weiterhin für sie da sind. Sie verteilen ihre Telefonnummer, bieten einen Einkaufsservice an, bringen den Mittagstisch oder auch eine kleine Aufmerksamkeit. Das Kernteam dieser Quartiersarbeit der Johanniter besteht derzeit aus zwei hauptamtlich Mitarbeitenden sowie zwei Bundesfreiwilligendienstleistenden. Sie werden noch von drei weiteren Freiwilligen unterstützt. „Wir hoffen, dass wir unter Schutzbestimmungen auch bald wieder die Einrichtungen öffnen können. Dann werden unsere Masken erst recht eine bedeutende Rolle spielen“, sagt Nicole Rosenberger.

Unterstützen Sie die Johanniter

In der aktuellen Situation sind die Johanniter auf finanzielle Unterstützung angewiesen – zur Sicherstellung der zahlreichen ehrenamtlichen Leistungen. Viele ehrenamtliche Helfer sind für die Menschen im Einsatz – freiwillig und unentgeltlich. Beispielsweise im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Insbesondere für spezielle Ausstattung und Ausrüstung wie Schutzbekleidung wird finanzielle Hilfe benötigt.

Unterstützen Sie die Johanniter und nutzen Sie bitte dazu folgende Kontoverbindung:

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
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Über die Internetseite www.johanniter.de/coronaspende-nb besteht die Möglichkeit auch direkt online zu spenden.

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