Stauhelfer auf zwei Rädern treffen sich in Sulingen

Jan Klaassen - Bremen/Sulingen, 01. September 2018

33 Vertreter der bundesweit agierenden Johanniter-Motoradstaffeln haben sich vom 31. August bis 2. September in Sulingen getroffen. Mit dabei waren Helfer aus vier Landesverbänden: Bayern, Niedersachsen/Bremen, Nordrhein Westphalen und Hessen-Rheinland-Pfalz-Saarland.

Auf dem Programm standen neben dem fachlichen Austausch, Trainings im Kolonne fahren und Trainings zur Fahrsicherheit.

Nach der offiziellen Begrüßung am 1. September 2018, um 9:30 Uhr durch den Johanniter-Landesvorstand Bernhard Gätjen, Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb, den Bundestagsabgeordneten Axel Knörig und Regionalvorstand Stefan Ach an der Friedrich-Tietjen-Straße 15 (auf dem Firmengelände Jantzon und Hocke, die das Treffen der Johanniter finanziell und ideel unterstützten) ging es auf eine große Ausfahrt.

Landesvorstand Bernhard Gätjen, ehrenamtlich bei den Johannitern tätig, bedankte sich  bei den Vertretern der Motorradstaffeln für das ehrenamtliche Engagement. Besonders verwies Gätjen auf die Freude am Ehrenamt und die gute Situtation in der Bundesrepublik Deutschland, die keinen Anlass gäbe, betrübt in die Zukunft zu schauen. In Bezug auf die Geschehnisse in Chemnitz forderte er alle Anwesenden auf, klare Kante zu zeigen und gegen Fremdenhass und Rechtsextremismus einzustehen. 

Die Staumotorradstaffel des Landesverbandes Niedersachsen/Bremen umfasst derzeit 60 Mitglieder der Johanniter-Motorradstaffeln aus Hannover, Schwarmstedt, Hildesheim, Northeim, Salzgitter, Sulingen und Ahlhorn. Die ehrenamtlichen Stauhelfer sind in dieser Saison mit 17 Motorrädern auf den Autobahnen in Niedersachsen unterwegs, besonders aber entlang der Bundesautobahn 7 und des Bereichs Autobahnkreuz der A7 und A2 und unterstützen die Autobahnpolizei, um im Notfall schnelle Hilfe leisten zu können.

Die Johanniter-Stauhelfer sind stets in der Zeit zwischen den Oster- und den Herbstferien auf den Autobahnen anzutreffen. In der vergangenen Saison legten die ehrenamtlichen Stauhelfer 60.435 Kilometer auf den niedersächsischen Autobahnen zurück, sie leisteten dabei fast 2110 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Wenn viele Ausflügler und Urlauber unterwegs sind, bedeutet das leider auch mehr Unfälle. Aber oft ist der Weg an den Unfallort versperrt, weil es keine Rettungsgasse gibt. Dann sind die Johanniter-Stauhelfer mit ihren wendigen Maschinen gefragt. Sie sichern Unfallstellen oder Liegenbleiber ab und leisten Erste Hilfe bis der Rettungsdienst oder Pannenservice eintrifft. Aber auch die Versorgung von im Stau stehenden leidgeplagten Autofahrern mit Erfrischungen, Kinderspielzeug und Umleitungsempfehlungen gehört zu den Aufgaben der Biker. Mehr als 600 Mal rückten die Motorradstaffeln im vergangenen Jahr aus und standen Menschen in Not zur Seite. Die Einsätze der Johanniter-Stauhelfer sind sowohl für die zu versorgenden Personen als auch für die Kommunen und Polizei kostenfrei. Die Ausstattung der Fahrer, technisches und medizinisches Material sowie die Unterhaltung der Motorräder werden über Spenden finanziert.

Fotos: Jan Klaassen