Mit Feuer und Verbänden: Schulsanitäter aus Niedersachsen und Bremen bilden sich fort

Stefan Greiber - Delmenhorst, 17. September 2018

Mehr als 120 Mädchen und Jungen treffen sich zum SSD-Tag in Delmenhorst

Feurige Veranstaltung: Die Feuerwehr Hasbergen zeigte in einem Workshop, wie ein
Fettbrand gelöscht werden kann.

Foto: Johanniter / Stefan Greiber

Delmenhorst. Zum zweiten Mal haben sich jetzt Schulsanitäter aus Niedersachen undBremen unter Leitung der Johanniter-Jugend des Landesverbands Niedersachsen/Bremenzu einem gemeinsamen Informations- und Übungstag getroffen. Rund 150 Teilnehmer,darunter mehr als 120 Schülerinnen und Schüler, waren bei dem so genannten SSD-Tag inder Dienststelle des Ortsverbands Delmenhorst sowie dem angeschlossenen Logistik-Zentrum (LogZ) der Regionalbereitschaft Weser-Ems zu Gast, nahmen in verschiedenenWorkshops Einblick in den Katastrophenschutz, lernten Deeskalation undSelbstverteidigung, löschen lodernde Fettbrände und bildeten sich in Erster Hilfe fort.Organisiert wurde der SSD-Tag von Anette Thanheiser (Osnabrück) von derLandesjugendleitung sowie Bodo Dannhöfer, Fachbereichsleiter Jugend im Landesverband Niedersachsen/Bremen der Johanniter-Unfall-Hilfe.

 

Mit dabei waren 17 Mädchen und Jungen der Marienschule Cloppenburg, zehn desClemens-August-Gymnasiums Cloppenburg (CAG), jeweils neun von der Oberschule Garrelund der Freien Waldorfschule Cuxhaven, sieben von der Oberschule Verden, jeweils dreivon der Grund- und Oberschule Friedrichsfehn (GOSF), dem Lloyd GymnasiumBremerhaven und der Johanniter Jugend Hildesheim sowie zwei von der RealschuleCuxhaven. Die größte Gruppe mit 43 Schulsanitätern schickte die Peter-August-Böckstiegel-Gesamtschule mit den Standorten Borgholzhausen und Werther. Sie wird betreut vomOrtsverband Osnabrück der Johanniter-Unfall-Hilfe. Keine ernannten Schulsanitäter, aberaktiv in der Hilfe von Mitschülern sind die vier Johanniter Jugendlichen des Ortsverbands Aurich, die ebenfalls beim SSD-Tag mitgemacht haben.

 

Neben den Workshops standen das gegenseitige Kennenlernen, der Austausch vonErfahrungen und „ganz viel Spaß“ im Vordergrund, betonte Anette Thanheiser. Einige warenbuchstäblich Feuer und Flamme, denn Marcus von Weyhe, Ortsbrandmeister der FreiwilligenFeuerwehr Hasbergen, zeigte den Jugendlichen wie ein Fettbrand gelöscht wird. Dabeidurften sie erstmal ausprobieren, ob es mit Wasser klappt. Eine lodernde Flamme war dasErgebnis. „Fettbrände in der Küche löscht man am besten, in dem ihr dem Feuer die Luftraubt“, erklärte von Weyhe und legte vorsichtig einen Deckel auf den Topf. Fabian Janssenaus Aurich fand es klasse. „Wir lernen hier noch eine ganze Menge dazu.“ Das Taten auchCelina Hermes und Angelina Peters vom CAG Cloppenburg. Obwohl die beiden schonSanitäter sind, probierten sie fleißig das Anlegen von Verbänden aus. „Das macht Spaß und kann man gar nicht genug üben“, betonten die beiden 13-Jährigen.

 

Ihre Mitschülerinnen Emily Reiswich und Leonie Justus hatten derweil ihren Spaß beimAnlegen eines Kopfverbands. „Ich finde es toll, dass wir hier so viele Schulsanitäter vonanderen Schulen kennen lernen“, sagte Emily und blinzelte unter ihrem Kopfverband hervor.Der ist – trotz des Spaßes – sehr gut gelungen, lobte Jan Ferneding, Ausbildungsleiter der Johanniter im Ortsverband Garrel und für die Schulsanitäter der Johanniter aus dem Landkreis Cloppenburg verantwortlich. Das sei ja auch ein bisschen Motto des Tages: Mit Spaß lernen, aber im Notfall wissen, was zu tun ist. Ob an der Schule oder auch im Freundeskreis oder in der Familie.

Die Kopfplatzwunde ist falsch, der Spaß echt: Emily Reiswich (links) lässt sich von Leonie
Justus verbinden. Johanniter-Ausbildungsleiter Jan Ferneding kontrolliert.

Foto: Johanniter / Stefan Greiber

Celina Hermes und Angelina Peters üben einen Druckverband am Unterarm.

Foto: Johanniter / Stefan Greiber