Walter Busse wird ehrenamtlicher Regionalvorstand

Sylke Heun - Hannover/Landesbergen, 03. Juli 2019

Die Johanniter in Hannover bekommen tatkräftigen Zuwachs auf hoher Ebene. Heute Vormittag wurde Walter Busse als zweites ehrenamtliches Mitglied in den Vorstand des Regionalverbandes Niedersachsen Mitte berufen. Der langjährige Johanniter aus dem Ortsverband Landesbergen ist der Wunschkandidat des ehrenamtlichen Regionalvorstandes Hermann Fraatz. „Mit Walter Busse gewinnt unser Regionalverband einen würdigen und überzeugten Johanniter, der in den vergangenen Jahrzehnten bewiesen hat, wie man mit viel Herzblut eine erfolgreiche, ehrenamtliche Aufgabe erfüllen kann“, so der ehrenamtliche Vorstand. Fraatz wird seinen Nachfolger noch einen Monat lang einarbeiten, bevor er ihm am 9. August im Rahmen seiner Abberufung bei einem Gottesdienst im Stephansstift offiziell die Geschäfte übergibt. Hans Joachim Halbach, drittes und hauptamtliches Mitglied im Regionalvorstand begrüßte Walter Busse in neuer Funktion herzlich am Johanniter-Sitz am Kabelkamp: „Ich freue mich auf die neue Zeit und kann verstehen, wenn für den Ortsverband Freude und Wehmut nah beieinanderliegen.“

Walter Busse kam bereits 1974 zu den Johannitern und nennt es selbst als „vom Virus befallen“. Der Ortsverband Landesbergen, dem er als Jugendlicher beitrat, war damals gerade fünf Jahre alt, niemand ahnte, welche beachtliche Entwicklung er nehmen würde. „Wir hatten am Anfang nur einen VW Bus, an dem wir ständig selbst herumschraubten und mit dem wir zu den ersten Sanitätsdiensten fuhren“, so Walter Busse. Inzwischen steht in Landesbergen eine Flotte mit 18 Fahrzeugen in der Garage – vom Rettungswagen über eine Feldküche bis hin zum geländegängigen Quad. Der Ortsverband Landesbergen betreibt zwei Kindertageseinrichtungen, beschäftigt 30 hauptamtliche Mitarbeiter und ist tätig in den Bereichen Erste-Hilfe-Ausbildung, Hausnotruf, Sanitätsdienst, Rettungsdienst und Katastrophen- und Bevölkerungsschutz. In diesem Jahr feiert der Verband sein 50-jähriges Bestehen. Hoch oben im Landkreis Nienburg/Weser ist man stolz darauf, sich nach wie vor ehrenamtlich zu organisieren. Damit aber ist bald Schluss. Kaum zum Regionalvorstand ernannt, verkündete Walter Busse die ersten Personalien. Markus Sudmann, bisher stellvertretender Ortsbeauftragter des OV Landesbergen, wird ab Januar 2020 hauptamtlich tätiger Dienststellenleiter. Den Ehrenamtsposten der Ortsbeauftragten übernimmt Anästhesistin Michaela Klausen, bisher Ortsverbandsärztin in Landesbergen. Walter Busse: „Es war klar, dass es ein Team braucht, das den ehrenamtlichen Geist im Ortsverband lebt. Und das haben wir in Michaela Klausen und Markus Sudmann gefunden.“

Mit Uwe Beyes und Hannes Wendler begrüßten auch die zwei Vorstände des Landesverband Niedersachsen/Bremen ihren langjährigen Kollegen in der neuen Funktion. Uwe Beyes: „Wir haben uns überlegt, was ein ehrenamtlicher Regionalvorstand mitbringen muss. Ihm sollten in erster Linie die Menschen wichtig sein. Außerdem sollte er sich in den Bereichen Jugend und Ehrenamt sowie Bevölkerungsschutz auskennen und zu guter Letzt auch schon mit den Strukturen der Johanniter vertraut sein. Walter Busse vereint diese Punkte und so sind wir froh, ihn als Vorstand gewonnen zu haben.“

Busse (62) ist Diplom-Verwaltungswirt. Als Ortsbeauftragter leitete er den OV Landesbergen bereits von 1983 bis 1987, reduzierte dann aber sein ehrenamtliches Engagement aus beruflichen Gründen. Von 2007 bis 2011 war der verheiratete Vater zweier Kinder und Großvater zweier Enkel Samtgemeindebürgermeister in Landesbergen. Nach vollzogener Fusion der Gemeinden Stolzenau und Landesbergen verabschiedete Walter Busse sich aus der Politik und engagierte sich wenig später wieder verstärkt bei den Johannitern als Ortsbeauftragter (seit 2012) und im Herbst 2015 mit dem Spezialauftrag die Notunterkunft „Camp Oerbke“ mit 1400 geflüchteten Menschen in Bad Fallingbostel zu leiten.

Mit sofortiger Wirkung tritt Walter Busse nun sein neues Amt als ehrenamtlicher Vorstand im Regionalverband Niedersachsen Mitte an. Der ausgebildete Sanitätshelfer und erfahrene Einsatzleiter wird sich besonders um die Bereiche Jugend und Ehrenamt (darunter die Motorrad- und die Rettungshundestaffel) kümmern, den Kontakt zum Johanniter-Orden pflegen und sich für den Katastrophen- und Bevölkerungsschutz einsetzen. Seiner neuen Aufgabe begegnet er mit Freude und Respekt. Der RV Niedersachsen Mitte ist mit fast 1000 hauptamtlichen Mitarbeitern und mehr als 2600 Ehrenamtlichen der größte Regionalverband im Bundesgebiet.