Amtseinführung in Landesbergen

Landesbergen, 21. Februar 2020

Ein starkes Trio für den OV Landesbergen

Das neue Führungstrio (von li.): Dr. Markus Princk, Michaela Klausen und Markus Sudmann.

Landesbergen. Mit lautem Applaus begann am Freitagabend der feierliche Gottesdienst zur Amtseinführung des neuen Johanniter-Ortsverbandsvorstandes in der Landesberger Kirche. Mehr als dreißig Kinder der Johanniter-Jugend und ihre Betreuer hatten ihr Lied mit dem Refrain „Johanniter, so werde wir genannt“ gesungen und damit demonstriert, wie viel (Laut-)Stärke und Freude in gemeinschaftlichem Tun stecken kann. Aber nicht nur die Mädchen und Jungen, auch mehr als 120 Gäste aus Politik und Verwaltung, von Hilfsorganisationen und Vereinen, aus den Familien und vielen Verbänden der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) waren gekommen, um Markus Sudmann als hauptamtlich tätigen Dienststellenleiter, Michaela Klausen als ehrenamtlich engagierte Ortsbeauftragte und Dr. Markus Princk als ebenfalls ehrenamtlich aktiven Ortsverbandsarzt in ihren neuen Positionen zu begrüßen und zu beglückwünschen.

„Drei gereifte Persönlichkeiten stellen sich in den Dienst der Johanniter-Unfall-Hilfe und damit der Allgemeinheit“, sagte Pastor Andreas Dreyer in seiner Predigt und bezeichnete diesen Entschluss als so etwas wie „eine Art Lebensentscheidung“. Drei Menschen seien es, die in Landesbergen tief verwurzelt seien und in der Kirche – allerdings in verschiedenen Jahrgängen – auch schon konfirmiert wurden. Andreas Dreyer, der als Ortsverbandspastor ebenfalls mit zu der Führungsriege gehört, hatte sich die Konfirmandensprüche der drei herausgesucht und konnte auf diese Weise Vergangenes und Zukünftiges miteinander verbinden. „Weise mir, Herr, deinen Weg“ (von Markus Sudmann) ließ ihn beginnen mit der Auslegung: „Ja, das Leben ist ein Abenteuer, in dem wir geführt, bewahrt und vor Aufgaben gestellt werden.“ Michaela Klausen hatte sich „Dies ist der Tag, den der Herr macht. Lasst uns freuen und fröhlich sein“ ausgesucht. Pastor Andreas Dreyer appellierte an das neue Führungstrio: „Gebt dem Leben Freude und etwas Festliches.“ Noch dazu solle jeder ins Freie hinauswirken und nicht nur an sich selbst denken, gemäß dem Konfi-Spruch von Markus Princk: „Ich bin das Licht der Welt.“ Auf die Predigt folgte die Einführung in die Ämter, dem Pastor assistierten beim Segen die Johanniter Rolf Princk, Carola Albers und Udo Friedmann. Kurz danach zog die Gemeinde aus der Kirche aus, erneut begleitet von den Kindern der Johanniter-Jugend, die singend Spalier standen: „Viel Glück und viel Segen auf all‘ Euren Wegen!“

Für die geladenen Gäste ging es von der Kirche aus weiter zur Dienststelle des Johanniter-Ortsverbandes. Dort war ein Zelt aufgebaut, die Verpflegungsstaffel hatte seit Stunden gekocht und vorbereitet. „Ohne euch alle, die ihr in den vergangenen Wochen enorme Arbeit geleistet habt, wäre dies hier nicht möglich“, lobte Dienststellenleiter Markus Sudmann und dankte dem gesamten Team. Gleich in mehreren Grußworten wurde deutlich, was für eine gravierende Veränderung der Ortsverband Landesbergen in den vergangenen Monaten vollzogen hat, nach mehr als 50 Jahren rein ehrenamtlicher Organisation wird er seit dem Jahreswechsel nun hauptamtlich geführt. „Aus einem kleinen, gallischen Dorf ist ein mittelständisches Unternehmen geworden mit rund 30 festangestellten Mitarbeitern, zwei Kindertagesstätten, mehreren Hundert Hausnotruf-Kunden und vielen Aktivitäten in der Erste-Hilfe-Ausbildung“, sagte Walter Busse, im vergangenen Jahr noch Ortsbeauftragter in Landesbergen und damit Vorgänger des Duos Sudmann/Klausen, seit August 2019 ehrenamtliches Mitglied im Vorstand des JUH-Regionalverband Niedersachsen Mitte. Die Freude über die positive Entwicklung war ihm deutlich anzumerken: „Heute ist ein richtig guter Tag für den Ortsverband Landesbergen. Mit euch ist sichergestellt, dass die Erfolgsgeschichte dieses agilen und zielstrebigen OV fortgeschrieben wird.“

Von „ausgezeichneten Leistungen und einem wunderbaren Miteinander“, sprach die Landesberger Bürgermeisterin Heidrun Kuhlmann. Sie war beeindruckt von dem „geräuschlosen Übergang“ in den vergangenen Monaten, das zeuge von einem starken Team, und bot, als stellvertretende Samtgemeindebürgermeisterin auch im Namen ihrer Kollegen, ihre uneingeschränkte Zusammenarbeit an.

Ein starkes Team, dessen Aufgabe es sei „den Schwachen zu helfen“, erinnerte Wolfgang Kopf, erster Ortsbeauftragter der JUH in Landesbergen (1969 bis 1976) seine Nachfolger an einen Leitgedanken der Hilfsorganisation. Kurz zuvor hatte Walter Busse davon gesprochen, dass eben dieser Wolfgang Kopf Ende der 1960er Jahre „die schräge Idee hatte“, einen eigenen Johanniter-Verband zu gründen. Zur Freude der Anwesenden kommentierte Wolfgang Kopf dies ebenso knapp wie passend: „Hat geklappt.“