Johanniter am Welthospiztag

Hannover, 13. Oktober 2018

Menschlich bis zuletzt

Bild: JUH

Jasmin Heinecke ( AHPD Johanniter), Heike Adler (AHPD Malteser), Heike Metje (AHPD Diakonie) und Sarah Grundler vom Kinderhospizdienst des ASB. Bild: JUH

Gemeinsam mit anderen Ambulanten Hospizdiensten in der Stadt und Region Hannover informierten die Johanniter anlässlich des Welthospiztages über ihre Hospizarbeit.  Ebenfalls vor Ort waren Vertreter des Ambulanten Kinderhospizdienstes des Arbeiter-Samariter-Bundes, des Ambulanten Palliativ- und HospizDienstes der Diakoniestationen, des Ambulanten Hopsizdienstes Kirchröder Turm und des Hospizdienstes der Malteser.

"Wir möchten das Thema Hospizarbeit enttabuisieren, denn sie gehört zum Leben dazu", sagte Jasmin Heinecke, Koordinatorin des Johanniter-Hospizdienstes. Die ehrenamtlichen Hospizbegleiter in der Johanniter-Unfall-Hilfe unterstützen Schwerstkranke und Sterbende in der letzten Phase ihres Lebens durch regelmäßige Besuche und sind auch für die Angehörigen da.

"Unsere Hospizbegleiter haben einen ganzheitlichen Blick", sagte Jasmin Heinecke. Das Team der Johanniter vermittelt Hilfen von Ärzten, Pflegediensten oder palliativmedizinischen Anbietern,  die Freiwilligen hören zu oder schweigen, sind einfach da. Ziel sei es, die Lebensqualität der Betroffenen in der letzten Lebensphase zu verbessern, so Jasmin Heinecke. "Die Ehrenamtlichen sind auch dafür da, nochmal etwas Schönes ins Leben hinein zu bringen", sagte sie. Das kann ein gutes Gespräch sein, ein Spaziergang oder auch, den Lieblingsjoghurt im Supermarkt selbst auszusuchen. Jasmin Heinecke wünscht sich, dass Betroffene sich frühzeitig Hilfe holen: "Jeder mit der Diagnose einer lebensverkürzenden Krankheit bekommt bei uns Unterstützung."

Auf diese anspruchsvolle Tätigkeit werden die ehrenamtlichen Hospizbegleiter der Johanniter gut vorbereitet. In einem 120-stündigen Kurs erhalten die Teilnehmer fundierte Grundlagen zur Kommunikation mit Sterbenden und Schwerstkranken, wie Gesprächsführung, Symbolsprache der Sterbenden und Trauerphasen, aber auch zum Umgang mit ethischen, spirituellen und juristischen Fragen am Lebensende. Daneben geht es um Themen wie den Umgang mit Scham, Patientenverfügungen und Methoden wie Rituale oder Palliativmedizin. Hinzu kommen regelmäßige Fortbildungen, Gruppentreffen und Angebote zur Supervision.