Landesberger Johanniter feiern 50. Geburtstag

Bettina Martin - Landesbergen, 22. März 2019

Eine kleine Pflanze, die große Früchte trägt – mit dieser Beschreibung des Ortsverbandes Landesbergen der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. lag Gründungsmitglied Wolfgang Kopf beim Kommersabend am vergangenen Wochenende genau richtig. In 50 Jahren hat sich der Verband entwickelt und einiges aufgebaut, komplett aus der Ehrenamtlichkeit heraus. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens haben die Johanniter im Beisein von rund 200 Gästen aus Politik sowie von Verbänden und Vereinen im „Mühlengasthof“ in Landesbergen einen Blick auf ihre eigene Geschichte geworfen.
Angefangen hatte alles mit zwölf Teilnehmern eines Erste-Hilfe-Kurses des CVJM Barsinghausen. Am 5. Januar 1969 gründeten Helmut Anger, Heinrich Biesel, Günter Graue, Ulrike Kandt, Wolfgang Kopf, Manfred Mildner, Friedrich Mölder, Wilfried Schmidt, Barbara Schneider, Günter Schulze, Friedrich Schween, Berthold und Fred Vahlsing sowie Günter Woitschig den Ortsverband Landesbergen. Ursprünglich sei es einfach eine Idee gewesen, etwas für die Jugendlichen auf die Beine zu stellen, sagt Wolfgang Kopf in seiner Dankesrede. Er erhielt das Jubiläumsabzeichen für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft und wurde zum Ehrenmitglied im Ortsverband Landesbergen ernannt.
Ansonsten war der Abend gespickt von vielen persönlichen Geschichten mit den Johannitern aus Landesbergen. Johanniter-Bundesvorstand Thomas Mähnert berichtete von missachteten Rettungswagen-Beklebungsrichtlinien in diesem „kleinen, gallischen Dorf“ („Im gesamten Landesverband waren die Autos weiß, nur in Landesbergen waren sie gelb.“) , Landesvorstand Uwe Beyes erzählte von erzieherischem „Essensentzug“ bis die Ehrenamtlichen Verständnis für ihre Sorgen und Nöte erwirkt hätten, Nils Raake, Leiter der Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG), die in diesem Jahr übrigens ihr 25-jähriges Bestehen feiert, und Markus Sudmann, stellvertretender Ortsbeauftragter, verrieten bei einer Bilderpräsentation die ein oder andere Anekdote aus dem Vereinsleben der vergangenen der 50 Jahre.
Ortsbeauftragter Walter Busse lieferte den aktuellen Stand. Der Verband hat sich über die Jahrzehnte als fester Bestandteil der Ortsgemeinschaft etabliert. Die Johanniter betreiben erfolgreich zwei Kitas, bilden jährlich rund 1500 Menschen in Erster Hilfe aus, leisten sanitätsdienstliche Versorgung und engagieren sich in der Jugendarbeit. Der Verband hat derzeit 106 aktive Mitglieder, außerdem sind 119 Kinder und Jugendliche Teil der Johanniter Jugend. Walter Busse selbst erhielt das Ehrenzeichen am Bande für seine geleisteten Dienste für die Johanniter-Unfall-Hilfe.
Grußworte überbrachten der Landtagsabgeordnete Dr. Frank Schmädeke, Samtgemeindebürgermeister Jens Beckmeyer, Landesbergens Bürgermeisterin Heidrun Kuhlmann sowie Kreisbrandmeister Bernd Fischer. Besonders für Begeisterung sorgten die Kinder der Johanniter-Jugend. Sie hatten eigens mit ihren Gruppenleitern ein Johanniterlied verfasst und stellten dabei eingängig fest: „Johanniter! So werden wir genannt. Im ganzen Ort sind wir als tolle Truppe schon bekannt!“