Holzminden wird evakuiert

Holzminden, 17. Mai 2011

Johanniter unterstützen bei Bombenräumung

56 ehrenamtliche Johanniter der Regionalbereitschaft aus den Verbänden Holzminden, Northeim, Göttingen, Gronau und Hildesheim waren am 17. Mai teilweise 18 Stunden in Holzminden im Einsatz, um bei der Bombenevakuierung zu helfen.

 

Am Abend des Vortages war eine 5-Zentner -Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg bei Baggerarbeiten für einen Regensickerschacht neben einem Supermarkt in der Innenstadt gefunden worden. In einem Radius von 1000 Metern um die Bombe mussten fast 10.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Die Bewohner eines Altenheims und zweier betreuter Wohnanlagen wurden ebenfalls evakuiert.

 

Sebastian Multhoff von den Johannitern aus Holzminden koordinierte den Rettungsmittelhalteplatz. Die Helfer der Regionalbereitschaft erhielten die Aufgabe sich um Liegend- und Sitzend-Patienten zu kümmern. Neben den Bewohnern des Altenheims und der betreuten Wohnanlagen wurden auch Bürger transportiert, die vorher bei einer Infohotline um Hilfe gebeten hatten.

 

Die Johanniter führten insgesamt fast 200 Transporte von gehbehinderten und bettlägerigen Patienten in die Notunterkünfte und zurück durch. Zwei Stauhilfemotorräder hatten unter anderem die Aufgabe zur Evakuierung der Menschen eingesetzten Busse zu begleiten.

 

Das Team der Psychosozialen Notfallversorgung war ebenfalls im Einsatz und stand für Hilfesuchende an einer der Betreuungsstationen zur Verfügung.

 

Regionalbereitschaftsführer Marc Küchemann konnte um Mitternacht den Einsatz für beendet erklären und war mit der Arbeit der Helfer sehr zufrieden.