Großalarm am zweiten Weihnachtstag

Alfeld / Hildesheim, 26. Dezember 2014

Gegen 2 Uhr morgens wurden die ehrenmtlichen Rettungskräfte der SEG Hildesheim mit dem Einsatzstichwort "MANV ab 5 Verletzte" zu einem Dachstuhlbrand in Alfeld alarmiert.

 

Bereits 15 Minuten nach der Alarmierung verließ der erste mit einem Rettungssanitäter und einem Rettungsassistenten besetzte ehrenamtliche Rettungswagen die Wache im Hildesheimer Cheruskerring.

Wenig später machten ein weiterer Rettungswagen, ein Einsatzleitwagen, ein Krankentransportwagen und ein Mannschaftstransportwagen auf den Weg nach Alfeld. Parallel dazu starteten auch ein Rettungswagen und ein Krankenwagen aus der Wache in Alfeld.

 

In weniger als 40 Minuten waren zweiundzwanzig ehrenamtliche Helfer der SEG Hildesheim (1 Notärztin, 4 Rettungsassistenten, 9 Rettungssanitäter und 8 Sanitätshelfer) im Einsatz.

 

Schon auf der Anfahrt beorderte die Rettungsleitstelle einen Rettungswagen zum Johanniter Krankenhaus Gronau, um dort die notfallmedizinische Versorgung im Einsatzbereich der Rettungswache Gronau sicherzustellen, da dort zu dem Zeitpunkt kein Rettungsmittel mehr verfügbar war. Die restlichen Fahrzeug fuhren unter Leitung von Sebastian Jahns den Bereitstellungsraum "Seminarparkplatz" in Alfeld an und errichteten dort mit Hilfe des Einsatzleitwagens einen Rettungsmittelhalteplatz.

 

Kurz nachdem alle Kräfte in Alfeld eingetroffen waren, gab der Technische Leiter Rettungsdienst der Feuerwehr Hildesheim Entwarnung. In dem brennenden Gebäude befanden sich glücklicherweise weniger Personen als anfangs angenommen. Einige Bewohner wurden mit den örtlichen Rettungswagen mit dem Verdacht einer Rauchgasinhalation in die Klinik zur Beobachtung gebracht.

 

Somit konnten die ehrenamtlichen Helfer gegen ca. 4:30 Uhr wieder zurück ins Bett.

 

Ein Rettungswagen blieb als letztes Fahrzeug noch bis etwa 8:45 Uhr vor Ort um die Eigensicherung für die Einsatzkräfte der Feuerwehr sicherzustellen. Nachdem auch der letzte Rettungswagen um 9:30 Uhr in Hildesheim angekommen war, hieß es auch für die letzten Helfer "Gute Nacht!".

 

Dienststellenleiter Thorsten Renken, der selbst auch mit im Einsatz war, bedankte sich noch in der Nacht bei den Helfern: "Ich bin Stolz zu sehen, dass ich immer auf Euch zählen kann und ihr so schlagkräftig hier seid!"

 

Hier zeigt sich einmal mehr, wie wichtig ehrenamtliche Helfer für die Bevölkerung sind und das 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche und 365 Tage im Jahr - auch an Feiertagen.