Evakuierung zur vermeintlichen Bombe

Göttingen, 12. Oktober 2019

Großflächige Evakuierung im Zentrum Göttingens

Im Umkreis von einem Kilometer um den Schützenanger in Göttingen begann am Samstag um 7:00 Uhr die großflächige Räumung zur Entschärfung einer vermuteten Weltkriegsbombe. Insgesamt  mussten circa 14.700 Menschen evakuiert werden. Alle Hilfsorganisationen, die Feuerwehren und die Polizei waren an der Evakuierung beteiligt. Zehn Göttinger Johanniter waren ebenfalls mit im Einsatz. Die Besatzung unseres Einsatzleitwagens brach bereits um kurz vor 6:00 Uhr zur Hauptwache der Berufsfeuerwehr Göttingen auf um die Leitung der Transport- und Betreuungsstellen zu übernehmen. Es wurden zwei Unterkünfte eingerichtet: die Mensa der Universitätsmedizin Göttingen und die Geschwister-Scholl-Gesamtschule.

Außerdem unterstützten die Johanniter mit einem Rettungswagen, einem Notfall-Krankentransportwagen und dem Mannschaftstransportwagen bei dem Transport von Personen, die auf Unterstützung angewiesen waren, da sie im Rollstuhl sitzend oder liegend aus dem Sperrbereich befördert werden mussten. Um 11:45 Uhr wurde der Bereich als „Safe“ an den Kampfmittelbeseitigungsdienst übergeben und die vermeintliche Bombe wurde näher untersucht. Währenddessen wurden die Menschen in den Unterkünften betreut. Kurz vor 14:00 Uhr kam die Entwarnung − es handelte sich um Eisenfässer und zum Glück nicht um eine Fliegerbombe. Anschließend erfolgte dann der geordnete Rücktransport der Anwohner.

Fotos: Julia Wehe, Lothar Pellny und Uwe Kraft