Fortbildung für Gruppenleiter der Johanniter-Jugend

Hameln, 16. Februar 2019

Wissensvermittlung – interaktiv und praxisorientiert

Foto: Marek Meyer

Besonders im Jugendalter ist die Wahrscheinlichkeit hoch gelegentlich mit Alkohol und manchmal auch mit Drogen konfrontiert zu werden. Der Umgang damit ist oft von Unsicherheit geprägt. Um den Gruppenleitern der Johanniter-Jugend wertvolle Tipps zum Thema „Alkohol und Drogen“ zu vermitteln fand am Wochenende vom 16. und 17. Februar ein zweitägiges Seminar in Hameln statt. Die Teilnehmer aus dem Regionalverband Südniedersachsen sowie den Ortsverbänden Bremen, Oldenburg und dem Landesverband Niedersachsen/Bremen wurden auf interaktive Weise an das Thema herangeführt. Anhand von Rollenspielen, wurden richtige Verhaltensweisen und kommunikative Lösungsansätze durchgespielt. Fragestellungen dabei waren: „Wie verhindere ich, dass sich eine alkoholisierte Person ans Steuer setzt?“ oder „Wie kann ich mich verhalten wenn mir jemand Drogen anbietet?“ Beim Thema Drogen wurde den Jugendgruppenleitern das Statement: „Nein – heißt nein!“ mit an die Hand geben, welches sie an ihre Schützlinge weiter vermitteln sollen, um in solchen Situationen klar aussprechen zu können, dass sie nicht an Drogen interessiert sind.

Geplant und durchgeführt wurde der Workshop von Landesjugendleiterin Laura Pegesa und Regionaljugendleiterin Isabel Rusteberg mit Unterstützung von Marek Meyer. Das Seminar diente auch der Primärprävention, sodass die Jugendgruppenleiter erkennen können, wenn jemand vielleicht schon beginnt in eine Sucht zu fallen.

Um den Workshopteilnehmern das Thema nicht nur theoretisch zu vermitteln, wurde auch die visuelle Wahrnehmung angesprochen. Jeder hatte die Gelegenheit eine Promillebrille auszuprobieren, um so die Sinnes- und Körperwahrnehmung unter simuliertem Alkoholeinfluss aber mit klarem Verstand­ zu testen. Jugendgruppenleiter Jan Gress erklärt: „Der Kurs war sehr spannend und abwechslungsreich aufgebaut. Ich habe das Thema jetzt noch sehr viel präsenter im Kopf und kann den Jugendlichen weiterleiten welche Schäden Alkohol und Drogen anrichten können und welche Auswirkungen diese auf den menschlichen Körper und das Verhalten haben.“

Den Tag ließ die Truppe gemütlich bei alkoholfreien Cocktails ausklingen. Es wurde gemixt, gelacht und genossen. So wurde die Botschaft, dass Spaß nicht an Alkohol gebunden ist, zielsicher an die Jugendgruppenleiter und somit an die Jugendgruppen gebracht. Insgesamt war es ein spannendes, spaßiges und lehrreiches Wochenende. Regionaljugendleiterin Isabel Rusteberg resümiert: „Die Promillebrille fanden die Jugendgruppenleiter besonders interessant, das war mal eine ganz neue Erfahrung und auch der alkoholfreie Cocktailabend kam bei der Gruppe sehr gut an.“