Neue Führungsriege für Einbeck und ein Abschied

Einbeck, 28. Februar 2020

Einführung der Ortsverbandsleitung und Amtsentpflichtung von Prof. Dr. Hans Wulfard von Heyden

Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes am 28. Februar in der Marktkirche St. Jacobi in Einbeck erhielt der ansässige Johanniter-Ortsverband mit Dr. Hartmut Heuer als Ortsbeauftragten, Marc Küchemann als Dienststellenleiter, Dr. Wiebke Köhler als Ortsverbandspfarrerin und Dr. Gernot Maxisch als Ortsverbandsarzt offiziell seine neue Führungsriege. Des Weiteren entpflichteten Uwe Beyes und Hannes Wendler, Mitglieder des Landesvorstandes der Johanniter Niedersachsen/Bremen Prof. Dr. Hans Wulfard von Heyden aus seinem Amt als ehrenamtlichen Regionalvorstand im Regionalverband Südniedersachsen und dankten ihm für sein Engagement. Den Gottesdienst leiteten Landespfarrerin Inge Matern und Regionalverbandspfarrer Dr. Wolfgang Schillak.

In seiner Dankesrede fasste Hannes Wendler das Engagement von Prof. von Heyden zusammen. Von Heyden war über zehn Jahre als Vorstand aktiv, brachte seine Erfahrungen als erfahrener Mediziner unter anderem als Chefarzt des Einbecker Krankenhauses mit in sein Amt. Bereits 1983 wurde er Ehrenritter im Johanniterorden und im Jahr 2000 Rechtsritter. Zur Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) als ehrenamtlicher Regionalvorstand kam er 2009. Prof. von Heyden prägte das Image und die Kultur der JUH nach innen und außen mit und hat maßgeblich daran mitgewirkt, die Ortsverbandsleitungen vor Ort zu komplementieren. Außerdem sorgte er für die Einführung eines Pastorennetzwerkes innerhalb des Regionalverbandes. Die christliche Basis, auf der die Arbeit der Johanniter beruht, war für ihn bei seiner Tätigkeit besonders wichtig. „Prof. von Heyden hat die Kultur nicht nur des Regionalverbandes Südniedersachsen, sondern auch die des ganzen Landesverbandes beeinflusst, denn er stellte das Miteinander und den gegenseitigen respektvollen Umgang in den Vordergrund“, erklärte Wendler. Als Überraschung überreichten die Landesvorstände Prof. von Heyden das Ehrenzeichen der Johanniter-Unfall-Hilfe.  

Neu als Ortsbeauftragter im Ortsverband Einbeck ist Dr. Hartmut Heuer. Er arbeitete bis Juli 2018 als erster Kreisrat im Landkreis Northeim und leitete in dieser Funktion unter vielen anderen Aufgaben 25 Jahre den Katastrophenschutzstab des Landkreises. Durch seinen Beruf ist ihm die Arbeit der Johanniter seit langem bekannt. Als Pensionär möchte er sich jetzt bei der JUH ehrenamtlich engagieren: „Die vielfältigen Tätigkeiten zum Wohl der Bürger, vom Rettungsdienst über die Kindertagesstätten bis hin zur Betreuung und Pflege alter und hilfsbedürftiger Menschen lohnen den persönlichen Einsatz. Dies alles fußt bei den Johannitern auf der Basis eines christlichen Weltbildes.“

Dr. Wiebke Köhler, die seit 2014 Pastorin der Ev.-luth. Kirchengemeinde Einbeck ist, übernimmt die Aufgabe der Ortsverbandspfarrerin. „Durch meine Tätigkeit als Notfallseelsorgerin weiß ich, wie außerordentlich wichtig der Kontakt zu den Rettungsdiensten vor Ort sein kann. Die Verbindung zum Ortsverband, der neu in Einbeck ist, möchte ich deshalb suchen und vertiefen. Als evangelische Pastorin kann ich dabei auch die evangelischen Traditionen der Johanniter einbringen“, erklärt Pastorin Köhler.

Dr. Gernot Maxisch, der bereits seit 2014 als Ortsverbandsarzt für die Johanniter in Northeim aktiv ist, wird als qualifizierter Fachmann nun auch für den Ortsverband Einbeck diese Funktion wahrnehmen. Unter anderem ist Dr. Gernot Maxisch als einer der leitenden Notärzte des Landkreises Northeim bestens mit der Rettungsmedizin vertraut. Seit 1999 besitzt der Facharzt für Allgemeinmedizin eine eigene Praxis in Moringen.

Ebenfalls offiziell eingeführt wurde Marc Küchemann als hauptamtlicher Dienststellenleiter. Seit 18 Jahren ist er bereits bei den Johannitern aktiv. Im Ehrenamt baute er die Regionalbereitschaft in Südniedersachsen auf, die sich aus allen ehrenamtlichen Einheiten der Ortsverbände des Regionalverbandes zusammensetzt. Hauptberuflich war Küchemann lange Jahre im Rettungsdienst tätig, zuletzt als Leiter Rettungsdienst für die Ortsverbände Northeim und Göttingen. Ende 2017 übernahm er die Stelle des Dienststellenleiters für den Ortsverband Hildesheim bis es ihn am 1. Juli 2018 wieder in seine Heimatstadt verschlug um hier den neu gegründeten Ortsverband Einbeck zu übernehmen.

Sabine Michalek, Bürgermeisterin von Einbeck, dankte im Namen der Stadt sowohl Prof. von Heyden, als auch der neuen Führungsriege und den aktiven Mitgliedern des Ortsverbandes dafür, dass sie für Menschen da sind, die Unterstützung und Hilfe in der Not benötigen. „Einbeck möchte gemeinsam mit den Johannitern und allen anderen Hilfsorganisationen gut zusammenarbeiten um miteinander ein gutes Netzwerk zum Wohl aller Bürger aufzubauen“, betonte sie.

Fotos: Maike Müller