Vielfalt leben, statt darüber reden – nur wie?

Bad Bevensen, 15. März 2019

Foto: Anette Thanheiser

Foto: Anette Thanheiser

Unabhängig von Religion, Hautfarbe, Kultur oder Herkunft sind wir Johanniter vielfältig in vielerlei Hinsicht. Stetig entwickeln wir als Hilfsorganisation neue Angebote für Jugendliche, Familien und Menschen mit Handicaps, gründen neue Einrichtungen, engagieren uns in den unterschiedlichsten Einsatzfeldern. Nicht nur die Aufgabenfelder bieten eine Bandbreite an Vielfältigkeit, sondern auch die Hintergründe jedes Einzelnen in unserem Verband.

Vielfalt begegnet uns tagtäglich in verschiedenen Facetten: Wie gehen wir damit um? Wie schaffen wir es, gemeinsam Vielfalt bei den Johannitern zu leben?

Vom 6. bis zum 8. März fand für 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Regionalverband Schleswig-Holstein Süd/Ost, dem RV Südniedersachsen, RV Weser-Ems, RV Niedersachsen Mitte und dem RV Altmark eine Vertiefungsschulung für das Projekt „Vielfalt verbindet“ in Bad Bevensen statt.

Durch das Seminar führte Alexandra Vasia von der Johanniter-Akademie Bildungsinstitut Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit Ulrike Christiansen vom Gustav Stresemann Institut (GSI), das als Projektpartner fungiert.

Nach dem Basisseminar im vergangenen November und Dezember fokussierten sich die Teilnehmenden im zweiten Part auf das kooperative Lernen und die Rolle des Multiplikators. Für Lisa Willen, Projektmitarbeiterin und Lehrkraft für Erstorientierung und Wertevermittlung für Asylbewerberinnen und Asylbewerber im RV Südniedersachsen eine erfolgreiche Veranstaltung, die ihr persönlich weiterhilft.   

„Es war eine schöne Weiterbildung, bei der wir Methoden für kooperatives Lernen kennen gelernt und auch das Lernen miteinander als Gruppe weiter vertieft haben. Alte und neue Multiplikatoren haben eigene Konzepte erstellt, die wir in unseren Schulungen anwenden möchten. Witzige Warm-up-Übungen haben das Seminar aufgelockert“, sagt Willen. „Ich kann mich besser in mein Gegenüber hineinversetzen und Gefühle wie Fremdheit eher verstehen, da ich sie in der Schulung selbst erfahren durfte.“

Das Ziel der „Vielfalt verbindet“-Schulungen ist es, nicht nur für die Besonderheiten der Kommunikation zwischen Menschen mit unterschiedlichen nationalen, kulturellen oder sozialen Hintergründen zu sensibilisieren, sondern auch zwischenmenschliche Kommunikation allgemein zu reflektieren. Denn: der Umgang mit Kolleginnen und Kollegen steht repräsentativ für den Umgang mit den Menschen in der Gesellschaft generell.

Das Projekt vermittelt Orientierungshilfen und (Selbst-)Sicherheit für den Umgang mit vielfältigsten Personen. Da der Vielfalt-Ansatz und interkulturelle Kompetenzen ein hohes Maß an Selbstkenntnis voraussetzen, stehen erlebnisorientierte Methoden im Vordergrund dieser Schulung.

Durch diese Seminare konnten bisher knapp 600 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter der Johanniter interkulturell geschult und für Themen wie Kultur, Fremdheit, Vorurteile und Stereotype sensibilisiert werden.

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