Teddys trocknen Tränen

Alfeld, 08. Oktober 2013

Johanniter-Unfall-Hilfe erhält Teddybären für Kinder in Notlagen

BU von links: Dr.med. Jörg Grünheid, Lea Gützlaff, Dr. med. Matthias Bertram und Steffen Michala freuen sich über die Teddys

Durch eine großzügige Spende der chirurgisch-orthopädischen Gemeinschaftspraxis Dr. med. Matthias Bertram, Detlef Richter, Dr.med. Jörg Grünheid in dem AMEOS Klinikum  Alfeld und der Firma Hörgeräte Gerland erhielten die Johanniter-Unfall- Hilfe (JUH) am Dienstag, den 1. Oktober, 200 Teddybären für ihre Rettungswagen. Dr. Bertram und Dr. Grünheid übergaben die pelzigen Gesellen persönlich an Mitarbeiter der JUH.

Geliefert wurden die Teddybären durch die Deutsche Teddy-Stiftung aus Esens. Die Teddybären treten ihren Dienst auf den Rettungswagen an, um verängstigten Kindern in Notlagen zu helfen. Kinder bauen zum Teil schon beim Anblick eines Rettungswagens große Ängste auf. Besonders wenn Kinder dann noch von ihren Eltern getrennt werden oder Schmerzen haben und keine Bezugsperson an ihrer Seite ist, leisten die knuddeligen Bärchen gute Dienste. „Durch sie wird den kleinen Patienten, die sich in einer für sie hilflosen Situation befinden, etwas Positives zur Ablenkung geboten, damit sich die Schreckenssituationen nicht als traumatisches Erlebnis im Unterbewusstsein festsetzen“, erklärt Klaus Bruns, Rettungswachenleiter der Johanniter in Alfeld. Das Geschenkbekommen des Bären überlagert oftmals das vorher negativ Erlebte und wirkt „wie Medizin“.

„Den Teddys in ihrer beschaulich-vertraulichen Art gelingt es immer wieder, die Notfallsituation zu entschleunigen, das heißt Ruhe in die aufgewühlten Kinderseelen zu lassen“, so Bruns weiter.

Die Teddybären für Kinder in Notlagen kommen von der Deutschen Teddy-Stiftung aus Esens. Diese wurde 1998 im Ahnensaal des Esener Rathauses als Sektion von „Good Bears of the World“ gegründet. Das Markenzeichen der Stadt Esens mit dem Stadtwappen eines Bären stellt eine symbolische Verbindung zur Teddy-Stiftung her. Bislang haben über 100.000 Bären ihren Dienst bei Polizei, Feuerwehren, Ambulanzen und den Johannitern angetreten.

Gründungsvater der „Good Bears of the World“ war der Amerikaner James T. Ownly. Er rief 1969 die Stiftung ins Leben, weil er durch das Buch “bear with me” von Peter Bull inspiriert worden war. In der Geschichte geht es um einen Mann, der Kindern in Krankenhäusern Teddys schenkt. Der „Good Bears of the World“ wurde mit demselben Ideal gegründet: Einsamkeit zu lindern und
Liebe zu schenken.