Psychosoziale Notfallversorgung

Immer wieder begegnen wir bei Notfällen Menschen, die körperlich unverletzt, jedoch – verursacht durch den besonderen Eindruck eines Unglücksfalles – unter akutem seelischen Schock stehen und ohne fremde Hilfe das Erlebte psychisch nicht überwinden können. Auch Angehörige von Unfallopfern und Retter vor Ort brauchen Unterstützung und Fürsorge, um bei Unglücksfällen das Erlebte verarbeiten zu können.

Man spricht von der akuten Belastungsreaktion, unter der seelisch geschockte Menschen leiden. Unter dem Eindruck eines katastrophalen Ereignisses verändert sich die Wahrnehmung der Betroffenen. Es kommt ihnen alles unwirklich und wie im Traum vor. Hilflos sind sie den belastenden Eindrücken ausgeliefert, die das Notfallgeschehen mit sich bringt.

Die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) hat es sich zur Aufgabe gemacht, dazu beizutragen, dass mögliche Folgeschäden nicht eintreten. Dazu ist es notwendig, dass die Betroffenen in der ersten Phase nach dem Unglück eine Betreuung (keine Therapie) erfahren.

Psychosoziale Notfallversorgung ist – kurz gesagt – Erste Hilfe für die Seele. Erstes Ziel ist das Wiederlangen der selbstständigen Handlungsfähigkeit, das Bieten von Sicherheit und ein „echtes Verstehen“ des betroffenen Menschen.

Dabei wird das Team der Psychosozialen Notfallversorgung oder kurz PSNV-Team ständig begleitet und supervidiert, um in problematischen Fällen den Helfern selbst zur Seite stehen zu können.

Ihr Ansprechpartner Uschi Pagel

Cheruskerring 53
31137 Hildesheim