Trauerwege in der Natur entdecken

Petra Janssen - Ahlhorn/Visbek, 07. Juli 2020

 Wenn das Trauercafé des ambulanten Hospizdienstes der Johanniter an jedem 2. Sonntag im Monat seine Türen öffnet, freuen sich die teilnehmenden Gäste neben Kuchen und Kaffee auf Gespräche miteinander und mit den Trauerbegleiterinnen. In Trauerzeiten ist besonders wichtig, Trauer zu teile und das gute Gefühl zu erleben, mit Trauergefühlen nicht allein zu sein oder Trauer unterdrücken zu müssen. Im Trauercafé der Johanniter wird hier ein geschützter Rahmen geboten, ohne Verpflichtung zur regelmäßigen Teilnahme, ohne Voranmeldung und kostenlos. In Zeiten der Corona-Beschränkungen kann das Trauercafé in dieser Form leider noch nicht wieder stattfinden. „Wir hoffen, im Spätsommer oder Herbst das Trauercafé wieder anbieten zu können. Dann freuen wir uns auf unsere Gäste aus dem gesamten Gemeindegebiet Großenknetens“, sagt Petra Janssen, Koordinatorin des ambulanten Dienstes.

Damit auf eine angemessene Trauerbegleitung nicht verzichtet werden muss, lädt der ambulante Hospizdienst stattdessen zu Trauerspaziergängen ein. Am Sonntag, 12. Juli, von 15 bis 17 Uhr gibt es die Möglichkeit, in einer kleinen Gruppe mit zwei Trauerbegleiterinnen spazieren und ins Gespräch zu gehen - unter Beachtung der derzeit geltenden Hygienevorschriften. Treffpunkt ist um 15 Uhr das Johanniterhaus in Ahlhorn, Königsberger Straße 10.

Manchmal ist das Gehen miteinander in der freien Natur der richtige Mitteilungs- und Austauschort für (Trauer)-Gespräche. Ein weiterer Trauerspaziergang ist daher geplant am Samstag, 18. Juli, von 11 Uhr an in Visbek, Treffpunkt Parkplatz am Haus Marienstein, Endel 28. Eine erfahrene Trauerbegleiterin begleitet auf diesem zweistündigen Spaziergang. Teilnehmende sollten festes Schuhwerk und dem Wetter angepasste Bekleidung mitbringen sowie ein kleines Picknick oder ein Getränk.  Die Trauerspaziergänge sind kostenfrei, mit einer Spende kann die Trauerarbeit des ambulanten Hospizdienstes unterstützt werden. Eine Anmeldung ist erforderlich. Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes, Petra Janssen,  mobil unter 0152 32119409 oder per Email an petra.janssen@johanniter.de. Die Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen.

Das Büro des Hospizdienstes ist wieder geöffnet, die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden sind wieder persönlich, aber auch telefonisch für Anfragen zur Sterbe- und Trauerbegleitung und insbesondere für begleitende Einzelgespräche im Trauerfall erreichbar. Auf Unterstützung verzichtet werden muss somit nicht: Wer sich aufgrund der aktuellen Situation überlastet fühlt und sich mit jemanden austauschen möchte, kann sich gerne ebenfalls bei Petra Janssen melden.

In der aktuellen Situation sind die Johanniter ganz besonders auf finanzielle Unterstützung angewiesen - insbesondere zur Sicherstellung der zahlreichen ehrenamtlichen Leistungen. Dazu zählt auch der ambulante Hospizdienst. Deshalb bitten die Johanniter um Spenden auf das Konto der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., IBAN: DE43 3702 0500 0004 3139 18 und BIC: BFSWDE33XXX. Über die Internetseite www.starkehelfer.de

besteht die Möglichkeit auch direkt online zu spenden.