Kinder haben ein Recht auf Bildung

Wittmund, 20. November 2009

Gesprächsrunde in Wittmund setzt sich für mehr Gerechtigkeit ein. Johanniter mit dabei.

Die Frage, wie Bildung für alle Kinder erreicht werden kann, diskutierten bei einer Gesprächsrunde im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde in Wittmund Vertreter verschiedener Organisationen. Unter ihnen war auch Jurij Ils, Leiter des Sozialen Lernstudios der Johanniter-Unfall-Hilfe im Ortsverband Wittmund. Eingeladen hatte die Friedensgruppe Harlingerland.

Mit dabei waren zudem Dr. Erdmute Krohs vom Kinderschutzbund, Jochen Gerdes vom Jugendamt des Landkreises, Jörg Lindenberg von der Förderschule Wittmund, Roselinde Menßen vom Kreiselternrat, Marie Mittelstedt vom Kindergarten Goethestraße und Reinhard Bommel von der Grundschule Wittmund. Die Teilnehmer waren sich einig, dass Kinder die Zukunft darstellen und es notwendig sei, ihnen allen die gleiche Chance auf Bildung zu geben.

Leider hätten immer noch zu viele Kinder aus finanziellen Gründen nicht die gleiche Möglichkeit wie andere, sich ausbilden zu lassen. Deshalb, so betonte Jurij Ils, bieten die Johanniter zahlreiche kostenlose Angebote an. "Wir versuchen, den Kindern und Jugendlichen damit neue Chancen im Leben zu eröffnen." Roselinde Menßen sah auch ein Grund darin, dass heute viel häufiger beide Elternteile als früher gezwungen seien zu arbeiten, statt sich um ihre Familien zu kümmern.

Zudem seien die Familien deutlich kleiner, Kinder hätten oft keine Geschwister. Die Kinder seien nicht mehr fähig, in einer Gruppe zu spielen. Einig waren sich alle Teilnehmer der Gesprächsrunde, dass jeder Verantwortung für die Entwicklung von Kindern trage. Nicht nur für die eigenen, sondern für die Kinder der Gesellschaft. Dem können nur gerecht werden, indem sich ein Netzwerk mit allen wichtigen Organisationen bilde. Der Gesprächskreis sei ein erster, aber wichtiger Schritt gewesen.

Foto: Anzeiger für Harlingerland, mit freundlicher Genehmigung