Pastor Dr. Stefan Welz neuer Regionalverbandspfarrer

Stefan Greiber - Oldenburg, 04. Oktober 2010

Einführungsgottesdienst am Sonnabend

Mit einem Gottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche Oldenburg und anschließendem Festakt im Gemeindehaus feiern die Johanniter des Regionalverbandes Weser-Ems am Sonnabend, 9. Oktober, die Einführung ihres neuen Regionalverbandspastors Dr. Stefan Welz. Der Gottesdienst, zu dem alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen sind, beginnt um 18:00 Uhr, die Predigt hält der ehemalige Landespfarrer der Johanniter, Pastor i.R. Günther Griguleit aus Holzminden. In seinem neuen Amt ist Dr. Welz Mitglied der Regionalverbandsleitung und hat Stimmrecht bei allen Entscheidungen auf Regionalebene.

Dr. Stefan Welz wurde in Wilhelmshaven geboren und wuchs dort auf. In Göttingen und Wien studierte er Evangelische Theologie und promovierte in der Praktischen Theologie zur Frage nach der Elementarisierung der Predigtsprache. „Darin ging es zum Beispiel darum, wie Predigten gestaltet werden, wenn man vor Kindern oder Familien steht“, erklärt Pastor Dr. Welz. Nach seinem Studium absolvierte er sein Vikariat in Brake, bevor er für ein Jahr in die USA nach Detroit ging. Dort betreute er eine deutschsprachige Gemeinde.

Nach seiner Rückkehr hatte er zehn Jahre eine Pfarrstelle in Hooksiel inne, anschließend zog es ihn wieder ins Ausland. Für sechs Jahre war er in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon ebenfalls in einer deutschsprachigen Gemeinde als Pfarrer tätig. „Mich reizte es, die Situationen der kirchlichen Gemeinde in anderen Ländern kennenzulernen, auch um einen anderen Blick auf die eigene Gemeinde zu bekommen“, erklärt der heute 49-Jährige. Dabei waren die Voraussetzungen sehr unterschiedlich. Während die evangelische Gemeinde im katholischen Portugal in der Minderheit ist, verfügen die USA über eine sehr zersplitterte Kirchenlandschaft mit vielen, sehr kleinen Gemeinde mit ganz unterschiedlichen Ausrichtungen. „Man fragt sich ständig, was das Prägende an der eigenen Gemeinde ist, und versucht dies herauszustellen.“

Dabei gehe die Arbeit in den deutschen Auslandsgemeinden weit über die Tätigkeit als Pastor hinaus. „Man ist nicht nur Seelsorger für die Gemeindemitglieder, sondern auch Begleiter und Ansprechpartner für alle Deutschen dort“, sagt Dr. Welz. Rund acht Millionen Deutsche leben zurzeit im Ausland, viele sind dort Mitglied in deutschsprachigen Kirchengemeinden. „Es herrscht eine engere Bindung an die Gemeinde, weil sie dort Landsleute treffen.“

Vor zwei Jahren kehrte der Vater von vier Kindern zurück nach Deutschland und nach die Pfarrstelle in Osternburg-Tweelbäke an. „Mir gefällt sehr gut, dass wir dort ein Pfarrteam sind, das aus acht Pfarrerinnen und Pfarrern der Gemeinde Osternburg besteht“, betont Dr. Welz. An der Aufgabe als Regionalverbandspfarrer für die Johanniter reize ihn der Wunsch der Menschen, seelsorgerisch und theologisch begleitet zu werden. „Die Johanniter wollen eine enge Bindung zur Kirche und ich möchte ihnen dabei helfen.“ Begeistert sei er von dem hohen ehrenamtlichen Engagement im Namen der Nächstenliebe. „Die Johanniter helfen anderen Menschen, ohne nach Dank oder Lohn zu fragen.“ Als Regionalverbandspfarrer ist er in enger Abstimmung mit den Ortsverbandspfarrern Ansprechpartner für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den 20 Ortsverbänden von Emden bis Delmenhorst und von Wilhelmshaven bis Lingen. „Ich möchte nach und nach alle Verbände besuchen sowie nach Gemeinsamkeiten suchen mit dem Diakonischen Werk und den Kirchengemeinden.“