Einsatzbereit bleiben: Wie Bennet Neelsen sich um Rettungsfahrzeuge kümmert

Markus Wedemeyer/Foto: Dennis Weiß - Oldenburg, 30. April 2020

Wenig Bewegung gibt es derzeit auf der ehrenamtlichen Dienststelle an der Viktoriastraße in Nordenham. Die Erste Hilfe-Ausbildung ist ausgesetzt. Die Fahrzeuge des Fahrdienstes stehen derzeit in der Halle, weil die Tagespflege ebenfalls auf Anordnung der Behörden vorübergehend geschlossen ist. Im Lager über der Fahrzeughalle ist jedoch Bewegung. Bennet Neelsen zählt die Schutzmasken durch, die der Ortsverband für seine Einsatzfahrzeuge benötigt. „Normalerweise kontrollieren wir das Material auf unseren Fahrzeugen gemeinsam“, berichtet der 21-jährige Helfer. „Wenn wir uns auf unseren Dienstabenden treffen, dann gehört das natürlich dazu, um für den nächsten Einsatz startklar zu sein.“ Derzeit sei das aber nicht möglich, bestätigt auch Matthias Dirksen, Ortsbeauftragter der Johanniter in Nordenham. „Um die Zahl der Kontakte zu reduzieren, pausiert auch das reguläre Dienstgeschäft.“ Es gebe derzeit keine Helferabende oder Fortbildungen. „Die Helfer sehen sich nur per Videokonferenz oder wenn der Funkmelder zum Einsatz ruft.“

Deshalb kommt Bennet Neelsen alleine zur Dienststelle und kümmert sich darum, dass die drei Rettungsfahrzeuge einsatzbereit bleiben, die Medizintechnik überprüft und das eintreffende Material verteilt wird. Denn so ganz herrscht dann doch kein Stillstand bei den ehrenamtlichen Helfern der Johanniter in Nordenham. Der Hausnotruf-Einsatzdienst ist weiterhin im Einsatz und benötigt Mund-Nasen-Schutzmasken. Auf dem Rettungswagen verfallen demnächst Medikamente, die neu bestellt werden müssen. Und Matthias Dirksen ist dankbar, dass sein Helfer sich verlässlich kümmert. Die Tatsache, dass das Dienstgeschäft heruntergefahren ist, hat auch seine Vorteile. „Man schafft mal was“, sagt Neelsen schmunzelnd, der sich auch außerhalb von Pandemie-Zeiten um das Lager kümmert. Und: „Die Einsatzbereitschaft muss erhalten bleiben“, erklärt er. Die Fahrzeuge, um die sich der ehrenamtliche Rettungssanitäter kümmert, gehören zum erweiterten Rettungsdienst des Landkreises. Die Freiwilligen werden alarmiert, wenn es zu einem erhöhten Aufkommen von Einsätzen kommt. Und das kann jederzeit passieren. Dennoch: Neelsen freut sich auf den Tag, wenn das Kontaktverbot insoweit gelockert wird, dass die Helfer wieder zusammenkommen können. Gemeinsam ist es dann doch schöner.

„Starke Helfer“ gibt es nur mit Ihrer Unterstützung!
Viele Helferinnen und Helfer zwischen Weser und Ems stehen bereit, um Tag und Nacht anzu-packen, wenn Hilfe benötigt wird. Mit Ihrer Spende für die „starken Helfer“ unterstützen Sie die Ausrüstung und Ausbildung der Ehrenamtlichen und stärken ihnen für den nächsten Einsatz den Rücken.

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
IBAN: DE43 3702 0500 0004 3139 18 · BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: „Starke Helfer“

Oder spenden Sie online unter www.starkehelfer.de!