Explosion an einer Imbissbude als Prüfungsaufgabe

Stefan Greiber - Hannover, 19. März 2019

Sind jetzt Gruppenführer (hinten von links): Marinus Ertl, Bastian Kosel, Daniel Dirks, Olaf Saßmannshausen, Rene Dirschau und Niklas Renken. Vorne von links: Saskia Matzat, Christian Gallikowsky, Monika Krolikowski, Tina Wessels, Mariella De La Toure und Laura Sophie Strahlmann. Fotonachweis: Heiner Mansholt

Zwölf ehrenamtliche Rettungskräfte, darunter neun Helferinnen und Helfer aus dem Regionalverband Weser-Ems der Johanniter-Unfall-Hilfe, haben jetzt ihre Prüfung zum Gruppenführer bestanden. Mit dabei waren Bastian Kosel vom Ortsverband Garrel, Daniel Dirks und Christian Gallikowsky vom Ortsverband Ahlhorn, Olaf Saßmannshausen vom Ortsverband Emden, Niklas Renken und Tina Wessels vom Ortsverband Nordenham sowie Saskia Matzat, Monika Krolikowski und Laura Sophie Strahlmann vom Ortsverband Delmenhorst. Marinus Ertl aus dem Johanniter-Landesverband Bayern, Rene Dirschau von den Maltesern aus Celle und Mariella De La Toure vom ASB Ost-Westfalen Lippe vervollständigten den Kurs. Die Prüfung fand statt am Johanniter-Bildungsinstitut Niedersachsen/Bremen in Hannover, Kursleiter waren Heiner Mansholt und Markus Hinz.

Die Prüfung gliederte sich in vier Teilprüfungen. Bei der ersten wurden die Lerninhalte aus einer eLearning-Phase abgefragt. Bei der zweiten Teilübung mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Fähigkeit zum Führen einer Gruppe unter Beweis stellen, indem sie die anderen Kursteilnehmer mit Fahrzeugen antreten ließen. Die Fahrzeuge, zwei Gerätewagen mit BBK-Ausstattung (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe), stellte der Ortsverband Hannover-Wasserturm der Johanniter-Unfall-Hilfe. Ziel der Übung war, der Gruppe einen konkreten Einsatzauftrag zu geben und diesen ausführen zu lassen. Die dritte Teilprüfung war ein Planspiel, bei dem verschiedene Einsatzabschnitte gebildet wurden. Ziel dieser Übung war eine Lage zu erkennen und mit den vorhandenen Ressourcen abzuarbeiten und weitere Kräfte nachzufordern.

Die vierte und finale Prüfung gliederte sich ihrerseits in drei Phasen. In der ersten Phase mussten die Teilnehmer einen Sanitätsdienst auf einem Volksfest planen und analysieren, ob eine Durchführung mit dem vorgegebenen Material und den vorgesehenen Kräften möglich ist. In der zweiten Phase kam es auf dem Volksfest zu einer Großschadenslage, eine Explosion an einer Imbissbude mit mehreren verletzten und unverletzt beteiligten Personen. Mithilfe von Mitgliedern des Teams der Realistischen Unfalldarstellung (RUD) des Bildungsinstituts wurde der Einsatz in der San-Arena wirklichkeitsgetreu nachgestellt. Die angehenden Gruppenführer mussten im Chaos am Einsatzort nach der Explosion die Lage erkunden und schriftlich und bildlich aufnehmen. Anschließend mussten sie nach dem erlernten Meldeschema die Leitstelle informieren und die Lage mit den verfügbaren Kräften abarbeiten, Aufträge an die Rettungskräfte erteilen und ausführen lassen.