Johanniter üben das Fahren im Marschverband

Greiber/Plaßmeyer - Oldenburg, 15. April 2019

Im Einsatzfall kann es notwendig sein, eine größere Anzahl von Helfern und Fahrzeugen vom Standort an den Einsatzort zu verlegen. Damit die Einheiten geschlossen und nicht einzeln eintreffen, was die Aufnahme erheblich erschweren würde, erfolgt die Verlegung meistens im Marschverband, einer so genannten Kolonne. An die Fahrzeugführer werden dabei besondere Herausforderungen gestellt, damit keine Verkehrsteilnehmer gefährdet werden und die Kolonne auch bei beeinträchtigter Infrastruktur sicher ans Ziel kommt. Um auf den Einsatzfall vorbereitet zu sein, haben ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Ortsverbände Oldenburg, Ahlhorn und Garrel jetzt gemeinsam das Fahren im Marschverband geübt. Themen waren unter anderem Navigieren mit Karte, Überholmanöver als Kolonne, Umgang mit Ausfall eines Fahrzeugs und die folgliche Verkehrsregelung. Eine Kolonne gilt als ein Fahrzeug, was bedeutet, dass zum Beispiel alle Fahrzeuge einer Kolonne eine rote Ampel überfahren dürfen, wenn das erste Fahrzeug sie noch bei Grün überquert hat.

Nach dem theoretischen Teil folgten praktische Übungen. Unter Leitung der Verbandführer Lukas Lehmann und Heiner Beilken sowie des Dienststellenleiters des Ortsverbands Oldenburg, Stephan Siemer, erhielten die Teilnehmer zunächst eine unbekannte Koordinate und mussten zu diesem Standort navigieren. Anschließend sammelte sich der Marschverband und fuhr als Verband auf die Autobahn Richtung Leer. Nach einem Fahrerwechsel auf einem Rastplatz, der ebenfalls Teil der Übung war, erreichte die Kolonne gegen Mittag die Dienststelle des Ortsverband Wiesmoor der Johanniter-Unfall-Hilfe. Dort hatte als Überraschung der Feldküchentrupp der Wiesmoorer Johanniter ein Mittagessen vorbereitet. Anschließend erfolgte die Heimfahrt.