Logistik im Hintergrund: Wie Stefan Faßhauer für den Nachschub mit Infektionsschutz-Material sorgt

Markus Wedemeyer/Foto: Marcel Colter - Oldenburg, 29. April 2020

Mit seinem Transporter stellt Stefan Faßhauer, ehrenamtlicher Helfer der Johanniter in Delmenhorst, die Logistik in der gesamten Region sicher.

„Da kommen schon Kilometer zusammen“, lacht Stefan Faßhauer mit Blick auf die Autobahn A27. Zweimal in der Woche sitzt der 48-Jährige derzeit am Steuer eines Transporters und fährt die Strecken zwischen Oldenburg, Bremen, Hannover und Osnabrück. Seit rund drei Jahren ist Faßhauer ehren¬amtlicher Helfer bei den Johannitern in Delmenhorst. Dass er nun, in der Corona-Pandemie, mit dem Wagen unterwegs ist, hat Gründe. „Ich gehöre zu einer Logistikgruppe, die mein Ortsverband für das Land Niedersachsen aufgestellt hat“, erzählt der Bevölkerungsschützer. „Wenn der Großverband der Johanniter, zu dem wir gehören, in den Einsatz geht, sind wir für den Transport und die Verteilung von allem zuständig, was so gebraucht wird.“

Das ist – auch wenn der sogenannte Betreuungsplatz 500 derzeit nicht im Einsatz ist – nun auch so. Denn Faßhauer und seine Kollegen leisten derzeit die Logistik von Infektionsschutzkleidung und Des¬infektionsmitteln für die Johanniter in der gesamten Region. „Das Infektionsschutzmaterial aktuell schwierig zu bekommen ist, ist ja mittlerweile allgemein bekannt“, betont Marcel Colter, Ortsbeauftragte der Delmenhorster Johanniter und damit Faßhauers Vorgesetzter. „Die Johanniter kaufen daher deutschlandweit in großen Gebinden ein.“ Die Verteilung in der Region übernehmen die Ehrenamtlichen aus Delmenhorst: „Wir holen Material aus Hannover und bringen es zu Verteilerstellen in Oldenburg, Bremen und Osnabrück“, erklärt Stefan Faßhauer. Dort warten die Mitarbeiter aus den Rettungsdiensten ebenso auf die Ausrüstung wie die ambu¬lanten Pflegedienste oder die Einsatzdienste des Hausnotrufes.

„Alles, was für unsere Region an Infektionsschutz eingekauft wird, geht über unsere Autos“, fasst der Ehrenamtliche zusammen. Eigentlich arbeitet Stefan Faßhauer für ein großes Möbelhaus in Stuhr. Da dieses derzeit geschlossen ist, sei er froh, seine Zeit sinnvoll in die Bewältigung der Pandemie ein¬bringen zu können. Während er seine Fahrt fortsetzt, bereiten zwei weitere Helfer in Delmenhorst den LKW vor. Eine Apo¬theke hat die gesetzliche Ausnahmeregelung genutzt und Händedesinfektionsmittel auf Alkohol¬basis produziert. Die ehrenamtlichen Logistiker werden sich nun darum kümmern, dass der Container in der Apotheke abgeholt wird. Und in den kommenden Tagen werden sie wieder unterwegs sein, um auch das Mittel in die verschiedenen Standorte der Johanniter zu verteilen.

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