Mit Feuer und Verbänden: Schulsanitäter aus Niedersachsen und Bremen bilden sich fort

Stefan Greiber - Weser-Ems, 29. September 2018

Zum zweiten Mal haben sich jetzt Schulsanitäter aus Niedersachen und Bremen unter Leitung der Johanniter-Jugend des Landesverbands Niedersachsen/Bremen zu einem gemeinsamen Informations- und Übungstag getroffen. Rund 150 Teilnehmer, darunter mehr als 120 Schülerinnen und Schüler, waren bei dem so genannten SSD-Tag in der Dienststelle des Ortsverbands Delmenhorst sowie dem angeschlossenen Logistik-Zentrum (LogZ) der Regionalbereitschaft Weser-Ems zu Gast, nahmen in verschiedenen Workshops Einblick in den Katastrophenschutz, lernten Deeskalation und Selbstverteidigung, löschen lodernde Fettbrände und bildeten sich in Erster Hilfe fort. Organisiert wurde der SSD-Tag von Anette Thanheiser (Osnabrück) von der Landesjugendleitung sowie Bodo Dannhöfer, Fachbereichsleiter Jugend im Landesverband Niedersachsen/Bremen der Johanniter-Unfall-Hilfe.

Mit dabei waren 17 Mädchen und Jungen der Marienschule Cloppenburg, zehn des Clemens-August-Gymnasiums Cloppenburg (CAG), jeweils neun von der Oberschule Garrel und der Freien Waldorfschule Cuxhaven, sieben von der Oberschule Verden, jeweils drei von der Grund- und Oberschule Friedrichsfehn (GOSF), dem Lloyd Gymnasium Bremerhaven und der Johanniter Jugend Hildesheim sowie zwei von der Realschule Cuxhaven. Die größte Gruppe mit 43 Schulsanitätern schickte die Peter-August-Böckstiegel-Gesamtschule mit den Standorten Borgholzhausen und Werther. Sie wird betreut vom Ortsverband Osnabrück der Johanniter-Unfall-Hilfe. Keine ernannten Schulsanitäter, aber aktiv in der Hilfe von Mitschülern sind die vier Johanniter Jugendlichen des Ortsverbands Aurich, die ebenfalls beim SSD-Tag mitgemacht haben.

Neben den Workshops standen das gegenseitige Kennenlernen, der Austausch von Erfahrungen und „ganz viel Spaß“ im Vordergrund, betonte Anette Thanheiser. Einige waren buchstäblich Feuer und Flamme, denn Marcus von Weyhe, Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Hasbergen, zeigte den Jugendlichen wie ein Fettbrand gelöscht wird. Dabei durften sie erstmal ausprobieren, ob es mit Wasser klappt. Eine lodernde Flamme war das Ergebnis. „Fettbrände in der Küche löscht man am besten, in dem ihr dem Feuer die Luft raubt“, erklärte von Weyhe und legte vorsichtig einen Deckel auf den Topf. Fabian Janssen aus Aurich fand es klasse. „Wir lernen hier noch eine ganze Menge dazu.“ Das Taten auch Celina Hermes und Angelina Peters vom CAG Cloppenburg. Obwohl die beiden schon Sanitäter sind, probierten sie fleißig das Anlegen von Verbänden aus. „Das macht Spaß und kann man gar nicht genug üben“, betonten die beiden 13-Jährigen.

Ihre Mitschülerinnen Emily Reiswich und Leonie Justus hatten derweil ihren Spaß beim Anlegen eines Kopfverbands. „Ich finde es toll, dass wir hier so viele Schulsanitäter von anderen Schulen kennen lernen“, sagte Emily und blinzelte unter ihrem Kopfverband hervor. Der ist – trotz des Spaßes – sehr gut gelungen, lobte Jan Ferneding, Ausbildungsleiter der Johanniter im Ortsverband Garrel und für die Schulsanitäter der Johanniter aus dem Landkreis Cloppenburg verantwortlich. Das sei ja auch ein bisschen Motto des Tages: Mit Spaß lernen, aber im Notfall wissen, was zu tun ist. Ob an der Schule oder auch im Freundeskreis oder in der Familie.