RockerRetter versorgen rund 4100 Patienten

Stefan Greiber - Weser-Ems, 24. Juli 2018

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Die Johanniter des Regionalverbandes Weser-Ems haben den Sanitätsdiensteinsatz während des Deichbrand-Festivals in Nordholz vom 19. bis 23. Juli beendet. Insgesamt hatten die Sanitäter rund 4100 Patientenkontakte, davon 2400 sogenannte Bagatellen wie kleine Schnittwunden, Pflaster für eine Blase und ähnliche leineren Verletzungen. Darüber hinaus gab es 1700 protokollierte Behandlungen. Dabei war alles von Schürfwunden über  alkoholbedingte Probleme, Prellungen, Stauchungen, Atembeschwerden bis hin zu Brandverletzungen. 136 Personen mussten zur Behandlung ins Krankenhaus transportiert werden. Laut Veranstalter waren mehr als 60.000 Besucher gekommen. „Das Einsatzaufkommen beim Deichbrand war dem Wetter entsprechend“, sagt Thorsten Ernst, Einsatzleiter der Johanniter-Unfall-Hilfe. „Die Behandlungszahlen sind im Verhältnis zur Größe und Dauer des Festivals im normalen Bereich.“ Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde, dem Landkreis, Rettungsdienst, Feuerwehr und allen anderen Beteiligten war vorbildlich, was wesentlich zum Gelingen des Einsatzes beigetragen habe, betont Thorsten Ernst. 

Beendet wurde der Einsatz der Johanniter aus Weser-Ems am Montagnachmittag um 14 Uhr. Bis dahin hatten die Sanitäter für Hilfeleistungen während der Abreise der Festivalbesucher und der Abbauarbeiten zur Verfügung gestanden. Während des Festivals hatte der komplette Vorstand des Regionalverbands Weser-Ems, Wilfried Barysch, Thomas Lemke und Markus Wedemeyer, die Helferinnen und Helfer in der Unterkunft, in der Einsatzleitung und an den Unfallhilfsstellen besucht und sich über die Arbeit vor Ort informiert. „Wir sind sehr beeindruckt, mit welch großem Engagement und mit welcher Freude unsere ehrenamtlichen Helfer hier ihrer Arbeit nachgehen“, sagt Lemke. Wedemeyer, der im Hauptberuf Arzt ist, blieb vor Ort und übernahm am nächsten Tag als Zugführer die Abschnittsleitung an der Unfallhilfsstelle an der Waterstage.

Die Johanniter waren während des Festivals mit rund 650 Sanitätern im Einsatz, davon stellte der Regionalverband Weser-Ems 130. Während die Sanitäter aus Lingen, Emden, Edewecht, Wittmund, Ahlhorn, Osnabrück, Garrel und Cloppenburg, Delmenhorst, Nordenham und Oldenburg die Unfallhilfsstelle an der Waterstage besetzten, kümmerten sich die Helferinnen und Helfer des Feldküchentrupps des Ortsverbands Jeverland um die Versorgung der Einsatzkräfte und damit um die gute Stimmung. Eine besondere Herausforderung war die Beschaffung immenser Getränkevorräte, die im Verlauf des Festivals aus dem weiteren Umkreis geholt werden mussten. Geleitet wurde der Einsatz von den Johannitern des Regionalverbands Bremen-Verden. Unterstützung erhielten die Johanniter aus Niedersachen und Bremen von Verbänden aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Mittelhessen und Baden-Württemberg.