Erste Hilfe ohne Grenzen 2.0 geht online weiter

Helene Frieden - Weser-Ems, 31. März 2020

Die Stabsstelle Integration des Regionalverbands Weser-Ems versucht mit Video-Chats, die 15 Teilnehmenden des Projektes „Erste Hilfe ohne Grenzen 2.0“ auch in Zeiten von Covid-2 weiterhin begleiten. „Wir wollen ihnen einerseits einen regelmäßigen Austausch bieten und ihre Bindung an die JUH vertiefen“, erklärt Helene Frieden, Leiterin der Stabsstelle Integration mit Sitz in Aurich. „Anderseits möchten wir dem Lernprozess auch unter den derzeit schwierigen Bedingungen eine Kontinuität geben, um den Teilnehmenden die Möglichkeit eines erfolgreichen Abschlusses zu geben.“ Im ersten 60-minütigen Video-Chat wurde nach der technischen Einrichtung das Format auf seine Praxistauglichkeit geprüft und den Kursteilnehmern die Möglichkeit gegeben, über ihre augenblickliche Situation und ihre Gefühle zu sprechen. „Erste Hilfe ohne Grenzen 2.0“ ist ein vom Bundesverband der Johanniter-Unfall-Hilfe gefördertes Leuchtturmprojekt, in dem Menschen mit Migrationshintergrund zu Erste-Hilfe-Trainer qualifiziert werden. Anschließend sollen sie Menschen mit keinen oder wenigen Deutschkenntnissen beim Lernen der lebenswichtigen Handgriffe unterstützen.
Die Video-Chats ersetzen zwar die Kurse nicht, dienen aber dazu, den Teilnehmenden an dem Projekt weiter das Gefühl zu geben, Teil der Johanniter-Unfall-Hilfe zu sein. Drei der Teilnehmenden hätten Ende März am Abschluss-Seminar teilgenommen. Weitere sieben wären jetzt in die Praxisphase gegangen oder hatten sie bereits begonnen. Sowohl das Abschluss-Seminar als auch die Kurse der Praxisphase sind aufgrund der Restriktionen in der Corona-Pandemie abgesagt worden. Andere Teilnehmer stehen noch ganz am Anfang ihrer Qualifizierung. Geplant sind wöchentliche Video-Chats in größeren und kleineren Gruppen. Themen sind unter anderem Kursplanung und –vorbereitung und fachliche Inhalte. Am Ende eines Chats erhalten die Teilnehmer „Hausaufgaben“, die sie bis zum nächsten Chat individuell oder in online verbundenen Zweiergruppen vorbereiten müssen. Im ersten Chat waren neben Helene Frieden elf Teilnehmende sowie Mentorin Karin Pascher (Cloppenburg) und Projektkoordinator Julian Siemers dabei.