Johanniter bilden neue Sanitätshelfer aus

Stefan Greiber - Aurich/Nordenham, 05. Februar 2019

Freuen sich über die bestandenen Prüfungen (hinten von links): Andreas Töpfer, Walid Alrawas, Timo Krause, Anna Dirksen, Jennifer Hardy, Anja Winkler, Steffen Beitelmann, Hella Bessel, Artur Bekker und Lisa Meyer. Vorne von links: Cord Siedenberg, Anja Siedenberg, Lena Rabenstein, Merle Wolf, Ana Matosevic, Lodmella Rihan, Nikolina Filipovic und Claudia Hardy.

Elf Johanniter aus den Ortsverbänden Aurich und Nordenham haben jetzt ihre Ausbildung zum Sanitätshelfer abgeschlossen. Dabei gab es zwei Premieren. Das Prüfungswochenende war der erste Kurs, der in den Räumen der neuen Dienststelle des Ortsverbands Aurich am 2. Leegmoorweg 2 B stattfand. Und vier der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligen sich am Projekt „Erste Hilfe ohne Grenzen 2.0“, in dem Menschen mit Migrationshintergrund von den Johannitern zu Erste-Hilfe-Trainern qualifiziert werden. Mit dabei waren vom Ortsverband Aurich Jennifer Hardy, Steffen Beitelmann, Artur Bekker,  Ana Matosevic, Lodmella Rihan, Nikolina Filipovic und Walid Alrawas, vom Ortsverband Nordenham Lisa Meyer, Hella Besse, Anna Dirksen und Timo Krause. Die Nordenhamer waren eigens zu den insgesamt acht Kursterminen nach Ostfriesland gereist, um die Zusammenarbeit mit den Auricher Kollegen zu intensivieren. Die Ortsverbände Nordenham sowie Aurich zusammen mit Emden stellen jeweils eine der beiden Betreuungsgruppen im Landeseinsatzzug im Katastrophenschutz des Landes Niedersachsen.

Im Beisein der Ortsbeauftragten der Ortsverbände Aurich und Emden, Andreas Töpfer und Cord Siedenberg, mussten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter dem kritischen Blick von Prüferin Anja Winkler vom Ortsverband Emden verschiedenen Fallbeispielen stellen. Unter anderem mussten sie einen Menschen mit Herzinfarkt und ein gestürztes Kind richtig behandeln. Merle Wolf, Anja Siedenberg, Claudia Hardy  und Lena Rabenstein vom Team der Realistischen Unfalldarstellung sorgten mit Blut und Schminke für wirklichkeitsnahe Notfallsituationen. Sanitätshelfer werden bei Sanitätsdiensten wie zum Beispiel bei Konzerten, Theatervorführungen und Sportveranstaltungen sowie im Katastrophenschutz eingesetzt. Zudem dürfen sie als Helfer im Rettungsdienst mitfahren.

Die Ausbildung zum Sanitätshelfer ist zudem Teil der Ausbildung zum Erste-Hilfe-Trainer. Für die vier Teilnehmer am Projekt „Erste Hilfe ohne Grenzen 2.0“ schließen sich im Sommer das pädagogische Grundlagenseminar und die Ausbildung in Fachdidaktik sowie die Praxisphase an. Ende des Jahres erfolgt dann der Abschluss mit der offiziellen Ernennung zum Erste-Hilfe-Trainer. „Begleitet wird die Ausbildung durch Angebote zur Verbesserung der Kenntnisse der deutschen Sprache und Gesellschaft“, betont Projektleiterin Helene Frieden, Leiterin der Stabsstelle Integration des Regionalverbands Weser-Ems mit Sitz in Aurich.