Das hat der liebe Gott wohl so gewollt

Stefan Greiber - Hude, 23. November 2019

Andreas Feige hat sich viel vorgenommen. „Wir wollen hier noch viele Projekte umsetzen“, kündigte der Ortsbeauftragte des Ortsverbands Hude bei der Eröffnung der Dienststelle an der Parkstraße 60 an. „Ideen gibt es reichlich.“ Aber, wie Feige ausdrücklich betonte: „Nichts in Konkurrenz zu den etablierten Hilfsorganisationen hier vor Ort.“ Der Anfang ist bereits gemacht. Der Ortsverband Hude wurde am 17. Februar dieses Jahres als jüngster von insgesamt 21 Ortsverbänden in Weser-Ems gegründet, Feige zum Ortsbeauftragten ernannt. Jetzt folgte im Beisein von Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew, 1. Kreisrat Christian Wolf, den Bundestagesabgeordneten Susanne Mittag (SPD) und Christian Dürr (FDP) sowie Vertretern von Polizei, Feuerwehr und vielen anderen Gästen die offizielle Einweihung der Dienststelle direkt gegenüber der noch im Bau befindlichen neuen Rettungswache. Die wird ebenfalls von den Johannitern betrieben, gehört aber organisatorisch zum Ortsverband Ahlhorn. „Auf dieser Straßenseite ist es rein ehrenamtlich“, betonte Feige und fügte bedeutungsvoll hinterher: „Noch.“

Bürgermeister Holger Lebedinzew freute sich, dass die Johanniter da sind. „So wie Sie da rangehen, habe ich keine Zweifel, dass Sie hier für viele Jahre Hilfe am Nächsten leisten werden.“ Er hob hervor, dass einzigartig sei, was im Herzen von Hude entstanden ist. „Wir haben hier auf weniger als einem Hektar acht oder neun Organisationen, die sich um das Wohl der Menschen kümmern.“ Johanniter, Polizei, Feuerwehr, das Rathaus mit den kommunalen Einrichtungen und viele mehr. „Es ist gut zu wissen, dass es so viel Hilfe direkt vor Ort gibt.“ Wilfried Barysch, Mitglied im Vorstand des Regionalverbands Weser-Ems der Johanniter-Unfall-Hilfe, dankte ganz besonders Andreas Feige und seiner Frau Petra. Die beiden haben maßgeblich die Gründung des Ortsverbands vorangetrieben. „Vor zwei Jahren hätte ich nie gedacht, dass wir nach Hude kommen“, sagte Barysch. Doch dann sei es ganz schnell gegangen. „Wir sind ja eine evangelische Hilfsorganisation, und da kann man nur sagen: Offensichtlich hat der liebe Gott das so gewollt.“

Auch er versprach, sich für eine gute Zusammenarbeit der Organisationen untereinander einzusetzen und bat, die Johanniter als Ergänzung und nicht als Konkurrenz zu betrachten. „Wir sind schon in anderen Gemeinden mit Skepsis aufgenommen worden, aber dann haben alle gemerkt, dass es ja doch ganz gut ist, was die Johanniter so machen.“ Andreas Otte von der K&O Steuerberatungsgesellschaft hatte einen Scheck über 5000 Euro mitgebracht für die Einrichtung der neuen Dienststelle. „Ich hoffe, dass das gut angelegtes Geld ist und die Johanniter uns lange hier in Hude begleiten werden. Sie sind eine echte Bereicherung für Hude.“