Aktionstag zur Woche der Wiederbelebung

DSO - Thuine, 17. September 2018

Laden ein zum Tag der Wiederbelebung (von links): Jens Bädker von den Johannitern sowie Dr. Christian Prause, Claudia Drees und Anke Holtkamp von den Niels-Stensen-Kliniken.

Im Rahmen der bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“ vom 17. bis 23. September bietet das Notfallteam des Elisabeth-Krankenhauses Thuine der Niels-Stensen-Kliniken gemeinsam mit Mitarbeitern des Ortsverbands Lingen der Johanniter-Unfall-Hilfe am Donnerstag, 20. September, von 14 bis 18 Uhr im Foyer des Krankenhauses einen "Tag der Wiederbelebung" an. Damit wollen die Organisatoren an die Notwendigkeit erinnern, regelmäßig die Kenntnisse in Erster Hilfe aufzufrischen. Denn bei vielen ist der letzte Erste-Hilfe-Kurs lange her, nur die wenigsten wissen noch wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung funktioniert.
„Das einzige was man falsch machen kann, ist nichts zu tun“, sagt Dr. Christian Prause, Chefarzt der Klinik für Anästhesie am Elisabeth-Krankenhaus Thuine der Niels-Stensen-Kliniken. Die Besucher des Aktionstags können daher ihr Wissen und Können im Eingangsbereich des Elisabeth-Krankenhauses auffrischen. Gezeigt wird das Verfahren der Herz-Druck-Massage an Puppen und der Umgang mit „automatischen externen Defibrillatoren“, sogenannten AED oder „Laiendefis“. Darüber hinaus werden Folien zur hygienischen Mund-zu-Mund Beatmung zum Selbstkostenpreis angeboten.
„Ein Leben zu retten kann so einfach sein. Die Sicherheit im Umgang mit der Reanimation vermittelt ein gutes Gefühl“, betont Dr. Prause. „Jeden Tag müssen in Deutschland etwa 200 Menschen wiederbelebt werden“, berichtet er: „Die meisten von uns fürchten sich davor, einmal als Helfer in eine solche Situation verwickelt zu werden. Das Wissen über lebensrettende Sofortmaßnahmen ist meist nicht präsent und die Angst etwas falsch zu machen ist groß“, sagt der Chefarzt. Dabei zeigten Studien, „dass eine frühe Laienreanimation das Überleben der Betroffenen nachweisbar erhöhen kann“. Darauf mache die jährliche Woche der Wiederbelebung unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit aufmerksam.