Johanniter im Emsland weiter gut unterwegs

Stefan Greiber - Lingen, 29. April 2020

Der Landkreis Emsland hat die Genehmigung für die Johanniter-Unfall-Hilfe zur Durchführung eines qualifizierten Krankentransports bis zum 31. Dezember 2024 verlängert. „Das zeigt, dass unsere gute und verlässliche Arbeit anerkannt wird“, freut sich Dienststellenleiter Jens Bädker. Die Johanniter hatten ihren Dienst vor zwei Jahren gestartet, seitdem hat er sich sehr gut entwickelt. Der Krankenwagen ist in der Dienststelle des Ortsverbands Lingen an der Haselünner Straße18 in Lingen stationiert. Angeboten werden Liegendtransporte, Dialysefahrten, Verlegungsfahrten, Interhospitalverkehr und vieles mehr. Disponiert werden die Fahrten von der Leitstelle in Meppen unter der bundesweit einheitlichen Telefonnummer 19222.

Der qualifizierte Krankentransport ist eine Dienstleistung, bei der kranke oder hilfsbedürftige Personen nicht nur befördert, sondern während der Fahrt auch fachlich betreut werden. Dafür sind die Fahrzeuge entsprechend mit Defibrillatoren und anderen Geräten ausgestattet und werden mit Rettungskräften besetzt. „Mittlerweile haben wir hier am Standort Lingen alleine im qualifizierten Krankentransport vier Mitarbeiter“, betont Bädker. Eingesetzt werden auch Bundesfreiwillige, die zum Rettungssanitäter ausgebildet werden. Hier sind für das Jahr 2020 und 2021 noch Plätze frei. Weiter bedankte sich Bädker bei allen Ärzten, Pflegeheimen, Einrichtungen und dem St. Bonifatius Hospital sowie allen Kunden für die angenehme Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen.

Neben dem qualifizierten Krankentransport bieten die Johanniter im Emsland weitere Dienstleistungen an. Neben der Ausbildung in Erster Hilfe ist dies besonders der Hausnotruf. „Herzstück des Johanniter-Hausnotrufs ist ein kleiner Sender, der als Armband, Halskette oder Clip getragen werden kann“, erklärt Dieter van Dülmen, Kundenberater für Hausnotruf im Emsland. Wenn Hilfe benötigt wird, genügt ein Knopfdruck, um die Hausnotrufzentrale der Johanniter zu erreichen. Fachkundige Mitarbeiter nehmen rund um die Uhr den Notruf entgegen und veranlassen die notwendige Hilfe. Auf Wunsch werden automatisch die Angehörigen informiert. Gerade in diesen Zeiten mit der erzwungenen Trennung von den Angehörigen ist das ein wichtiges Hilfsmittel. „Das Sicherheitssystem kann um Falldetektoren, Bewegungs- und Rauchwarnmelder sowie um die Hinterlegung des Haustürschlüssels erweitert werden und sorgt so für ein rundum sicheres Gefühl im eigenen Zuhause“, betont van Dülmen. Deutschlandweit haben inzwischen mehr als 170.000 Menschen den Johanniter-Hausnotruf.