Erste hauptamtliche Mitarbeiterin geht in den Ruhestand

Stefan Greiber/Foto: Mirijam Erfkamp - Oldenburg, 03. September 2018

Nach 38 Jahren geht die erste hauptamtliche Mitarbeiterin der Johanniter in Oldenburg in Ruhestand (von links): Wilfried Barysch, Elisabeth Diers, Hans-Ulrich Diers und Elke Even, Leiterin des Fachbereichs Finanzbuchhaltung.

Mit der Verabschiedung von Elisabeth Diers ist bei den Johannitern in Oldenburg eine Ära zuende gegangen. „Mit Elisabeth geht heute die Kollegin in ihren wohlverdienten Ruhestand, die als erste überhaupt bei uns hauptamtlich beschäftigt war“, erinnerte sich Wilfried Barysch, Mitglied im Vorstand des Regionalverbands Weser-Ems. Heute hat der Ortsverband Oldenburg mehr als 260 hauptamtlich Beschäftigte, in der Geschäftsstelle des Regionalverbands, der seinen Sitz ebenfalls in Oldenburg hat, arbeiten weitere fast 30 Kolleginnen und Kollegen. „Mit dir, liebe Elisabeth, fing alles an“, sagte Barysch.

Am 1. Juli 1980 begann die gelernte Bürokauffrau als geringfügig Beschäftigte in der Buchhaltung des Ortsverbands Oldenburg. 50 D-Mark gab es damals. Zu dem Zeitpunkt war sie bereits seit mehreren Jahren in der Johanniter-Unfall-Hilfe aktiv. Sie war am 22. Dezember 1973 im Ortsverband Oldenburg eingetreten, engagiert sich seitdem ehrenamtlich und bekam 1984 das Ehrenzeichen der Johanniter-Unfall-Hilfe verliehen, 1990 das Leistungsabzeichen Gold. „Ich freue mich besonders, dass du weiter ehrenamtlich aktiv bleibst“, sagte Barysch.

Am 1. Februar 1989 trat Diers ein Halbtagsstelle als Rechnungsführerin an. Da es kein Büro gab, erledigte sie die Arbeiten von zuhause aus. „Im Prinzip war das ein Homeoffice. Wir Johanniter waren als moderner Arbeitgeber unserer Zeit auch damals schon weit voraus“, betonte Barysch. Sogar die Haushaltsplanung machten Barysch und sein damaliger Vorstandskollegen Hans-Ulrich Diers bei Elisabeth Diers am heimischen Küchentisch. „Das können sich die meisten heute gar nicht mehr vorstellen“, sagte Barysch lachend. Erst zwei Jahre später bekam sie ein eigenes Büro in der Dienststelle des Ortsverbands. 1994 wurde sie Sachbearbeiterin in der Buchhaltung, die mit der Gründung des Regionalverbands 1995 von der Ortsverbandsebene in den Regionalverband wechselte.