Nutzer der Bedürftigenhilfe müssen sich registrieren lassen

Stefan Greiber/Fotos: Lukas Lehmann, Michael Zischke - Oldenburg, 16. Juni 2020

Das Kältebus-Team des Ortsverbands Oldenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe, das aktuell die Bedürftigenhilfe der Johanniter für die Stadt Oldenburg durchführt, ändert aufgrund der in den vergangenen Wochen gemachten Erfahrungen das Verfahren der Verteilung. Zukünftig muss sich jeder, der an der Abgabestelle beim Hauptbahnhof ein Paket mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Tiernahrung und anderen Dingen des täglichen Bedarfs abholen möchte, vor Ort registrieren lassen. Voraussetzung ist die Vorlage des Personalausweises sowie des Oldenburg-Passes oder einer aktuellen Bescheinigung für den Bezug des Arbeitslosengeldes II (ALG II). Die Vorlage des Personalausweises ist notwendig, um zu verhindern, dass der Oldenburg-Pass an andere, nicht bezugsberechtigte Personen weitergegeben wird. Nach der Registrierung erhält jeder Bezugsberechtigte eine Karte mit einer Nummer. Nur wer eine Nummer hat, bekommt ein Paket. Diese Änderungen sind ab sofort gültig und werden bereits bei der nächsten Ausgabe freitags von 18 bis 19.30 Uhr auf dem Vorplatz des Oldenburger Hauptbahnhofs kontrolliert.

Die Bedürftigenhilfe der Oldenburger Johanniter verteilt während der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie die Hilfspakete an einkommensschwache Familien und Einzelpersonen ohne und auch mit festen Wohnsitz, die durch den Verlust zahlreicher Aushilfs- und Minijobs von der Krise besonders betroffen sind. Zurzeit werden 70 Pakete an Obdachlose auf dem Bahnhofsvorplatz ausgegeben sowie wöchentlich weitere 46 Haushalte mit rund 100 Personen beliefert. An dem Verfahren für die Ausliefertouren ändert sich nichts. Unterstützt werden die Johanniter von der Aktion Mensch e.V., der Aktion Deutschland Hilfe (ADH) sowie des Sozialverbands Deutschland (SoVD), der Oldenburger Kartonagenfabrik und dem EDEKA-Markt Kempermann als Kooperationspartner.

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