Soldaten spenden ein Jahr für Johanniter-Kältebus

Greiber/Fotos: Bundeswehr - Oldenburg, 27. Dezember 2019

Der Scheck ist klein, der Betrag und die Hilfsbereitschaft dafür umso größer: Die Soldatinnen und Soldaten der 1. Panzerdivision (PzDiv) und des Kraftfahrtausbildungszentrums an der Henning-von-Treskow-Kaserne spendeten die Kollekten der Standortgottesdienste des gesamten Jahres dem Johanniter-Kältebus, vertreten durch Lukas Lehmann und Ernst Kroeck.

Das gesamte Jahr hat das Militärpfarramt Oldenburg, das zuständig ist für die Standorte Oldenburg, Delmenhorst, Quakenbrück und zugehörig zum Militärdekanat Kiel, bei den ökumenischen Standortgottesdiensten die Kollekte im Namen des Kältebusses des Ortsverbands Oldenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe gesammelt. Insgesamt kamen genau 1557,34 Euro zusammen, die jetzt während eines ökumenischen Gottesdienstes in der St. Josef-Kirche in Bümmerstede überreicht wurden. In besonderem Maße engagierte sich das Kraftfahrtausbildungszentrum: die Soldatinnen und Soldaten dort spendeten bereits zu Beginn der Aktion die ersten 50 Euro und rundeten nun die Kollekte noch einmal großzügig auf. „Die Soldatinnen und Soldaten zeigen, dass es gerade in diesen schwierigen Zeiten von aufkeimenden Populismus, gesellschaftlicher Spaltung und internationalen Unruhen, Menschen gibt, die über ihren bereits besonderen Beitrag für unser Land, sich denen zu wenden, wo es am nötigsten ist“, sagte Lukas Lehmann stellvertretend für die ehrenamtlich Helfenden des Johanniter-Kältebusses in einer Dankesrede.

Mit der Spende sei es den Johannitern beispielsweise möglich, obdachlosen und bedürftigen Menschen mehr als 1000 Mal die oft erste warme Mahlzeit eines Tages in der Kälte zu sichern. „Trotz aller Umstände, trotz aller Herausforderungen, trotz Ihres Glücks und Leids haben Sie bis zuletzt nie einen Zweifel daran entstehen lassen, dass Sie sich treu und verlässlich denen widmen, die Ihre und unser aller Hilfe am nötigsten haben.“ Der Johanniter-Kältebus steht während der kalten Jahreszeit jeden Freitag von 18 bis 20 Uhr und jeden Sonntag von 17 bis 19 Uhr auf dem Vorplatz des Oldenburger Hauptbahnhofs und versorgt Obdachlose und Bedürftige mit heißen Getränken, Suppe, warmer Kleidung, Tiernahrung und bietet auch ein offenes Wort für Sorgen, Nöte und Probleme.