Nach neun Jahren „Probezeit“ offiziell ernannt

Stefan Greiber - Wittmund, 27. Oktober 2019

Gerda Freese ist zur neuen Ortsbeauftragten und Pastorin Martina Stecher zur Ortsverbandspfarrerin im Ortsverband Wittmund ernannt. Unter den mehr als 100 Gästen waren Vertreter der Regionalgeschäftsstelle, benachbarter Ortsverbände, Jens Kessemeier als Leiter der Subkommende Ostfriesland-Wilhelmshaven des Johanniterordens, Heinz Buss (SPD) als stellvertretender Bürgermeister der Stadt Wittmund, Ratsvorsitzender Wilhelm Heeren, Superintendentin Eva Hadem, Katharina Herresthal von der Diakonie und Leonore Determann von der Awo. Gerda Freese und Martina Stecher sind bereits seit der Gründung des Ortsverbands Wittmund 2007 aktiv dabei. Martina Stecher leitete den Gründungsgottesdienst, Gerda Freese engagierte sich von Beginn an in der Jugendarbeit. 2010 übernahm sie kommissarisch das Amt der Ortsbeauftragten. Seitdem führt sie den Ortsverband Wittmund. „Sie sind so lange dabei, dass es irgendwie nicht aufgefallen ist, dass sie eigentlich noch gar nicht ernannt sind“, erkannte auch Pastor Dr. Stefan Welz, Regionalverbandspfarrer der Johanniter in Weser-Ems. Er segnete die beiden im Einführungsgottesdienst für ihr neues Amt. Heinz Buss überbrachte Grüße von Bürgermeister Rolf Claußen und versprach den Wittmunder Johannitern die  Unterstützung von Stadt und Landkreis bei der Erfüllung ihrer Aufgaben.

Diana Borchelt, Ortsbeauftragte des Ortsverbands Wiesmoor, überbrachte die Grüße der benachbarten Verbände. Neben ihr waren die Ortsbeauftragten Andreas Töpfer aus Aurich mit seinem Stellvertreter Thomas Kappenhagen, Siegfried Werner aus Wilhelmshaven, Johannes Büscher aus Norden, Andreas Feige aus Hude und Diether Liedtke aus Stedingen gekommen. Der Ortsverband Jeverland wurde von Ortsjugendleiter Nils Neumann vertreten. Sie alle waren gekommen, um Gerda Freese zu beglückwünschen und für ihren Einsatz der vergangenen Jahre zu danken. „Du lässt dich rufen und rufst Helfer und Unterstützer, wenn es um unsere gemeinsame Sache geht“, sagte Borchelt. Das können manchmal auch ganz praktische Probleme sein. „Du bist auch da, wenn es darum geht, zentnerweise Kartoffeln für unsere Feldküche zu schälen“, berichtete Borchelt.

Um Kartoffeln ging es nicht in der Rede von Regionalvorstandsmitglied Markus Wedemeyer. Aber um die Bedeutung der Führungskräfte vor Ort. „Ehrenamt ist der Mörtel, der die Gesellschaft zusammenhält. Vor Ort kann man sich nicht rauswinden, hier muss man sich der Aufgabe und den Reaktionen stellen.“ Das Amt der Ortsbeauftragten müsse mit Würde getragen werden. Das heiße auch, zu unmöglichen Zeiten aufzustehen und in den Einsatz zu gehen oder seine Helfer zu führen. Und alles, ohne nach Lohn zu fragen. Für alles andere gibt es den Regionalverband, der helfend und beratend zur Seite steht, versprach Wedemeyer und fügte an: „Ortsbeauftragte zu sein ist die schönste Aufgabe, die es in der Johanniter-Unfall-Hilfe gibt.“

„Wir reden seit 2007 darüber“, sagte Pastorin Stecher mit Blick auf Gerda Freese. Seitdem haben sie viel Spaß miteinander gehabt und viele Dinge umgesetzt. „Wir haben seitens der Kirche immer deine unkomplizierte Art geschätzt, die die Aktionen erst möglich gemacht hat.“ Eine erste Amtshandlung führte die neue Ortsbeauftragte noch während des Empfangs durch. Sie ernannte ihren Helfer Sebastian Rauch zum Gruppenführer.