Jahresthema Erste Hilfe

Die Zahl ist erschreckend hoch: Jedes Jahr erleiden in Deutschland mehr als 50.000 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Noch erschreckender ist jedoch: In nur 42 Prozent der Fälle führen Ersthelfer eine Reanimation durch. Das ist das Ergebnis einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Dabei zählt im Ernstfall jede Sekunde. Mit den richtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen könnten deutlich mehr Menschen überleben. Doch noch immer fühlen sich sehr viele Menschen unsicher, sie haben Angst, etwas falsch zu machen. Oft liegt der Erste-Hilfe-Kurs schon Jahre oder Jahrzehnte zurück.

Mit ihrem Jahresthema "Erste Hilfe" wollen die Johanniter aus dem Norden deshalb auf dieses wichtige Thema aufmerksam machen. Die einfache Botschaft lautet: Jeder kann helfen, jeder kann Leben retten.

Mit zeitgemäßen und innovativen Vermittlungsmethoden in unseren Erste-Hilfe-Kursen zeigen wir, wie einfach es ist, Erste Hilfe zu leisten. Je nach Lebensphase sind unterschiedliche Kenntnisse relevant - oder Spezialwissen ist gefragt. Deshalb bieten wir neben den regulären Erste-Hilfe-Kursen auch Lernangebote für Zielgruppen mit besonderen Bedürfnissen, wie die Outdoor-Erste-Hilfe, Kurse für Senioren, Erste Hilfe am Kind oder die niedrigschwellige "Erste Hilfe to go".

Besonders am Herzen liegt uns das Projekt "Herzensretter", ein neuartiges bundesweit einheitliches Konzept für Wiederbelebungs-Trainings, das bei Kindern und Jugendlichen ansetzt. Die Idee: Wer als junger Mensch an das wichtige Thema Erste Hilfe herangeführt wird, wird auch als Erwachsener ganz selbstverständlich im Notfall Hilfe leisten. In drei einfachen Kursstufen lernen die Schüler zunächst die Herzdruckmassage, dann die Beatmung und später den Umgang mit dem Automatischen Externen Defibrillator (AED). Die jungen Ersthelfer werden zugleich Multiplikatoren und schulen ihre Mitschüler.

Wir sind überzeugt, dass mehr Menschen in Notsituationen schneller geholfen werden könnte, wenn diese wichtigen Handgriffe bereits an Schulen trainiert würden. Wir wollen das Konzept deshalb an möglichst vielen Schulen im Norden verankern.