Was kann ich tun?



1. Hinschauen

Misshandlung hat viele Formen. Diese zu erkennen ist nicht immer einfach. Deshalb ist es wichtig, im Umgang mit Kindern aufmerksam zu sein und auf ungewöhnliches Verhalten zu achten.

  • Verhält sich das Kind plötzlich auffallend anders als sonst?
  • Hat es häufig blaue Flecken, die es sich nicht beim Toben zugezogen haben kann?
  • Ist das Kind plötzlich auffällig still oder aufgedreht; vielleicht sogar aggressiv?
  • Ist es dem Wetter entsprechend gekleidet oder wirkt es verwahrlost?
  • Hat das Kind kindgemäße und der Körpergröße entsprechende Kleidung an?
  • Hat das Kind oft kein Pausenbrot dabei oder wirkt hungrig oder vernachlässigt?
  • Ist es oft alleine oder steht nach der Schule oft wartend vor der Haustür?

2. Bewerten

Nicht jede Auffälligkeit bedeutet gleich eine Kindeswohlgefährdung. Haben Sie Auffälligkeiten beobachtet, gilt zunächst: Ruhe bewahren. Notieren Sie Ihre Beobachtungen und bleiben Sie objektiv. Vertrauen Sie auf Ihre Wahrnehmung und Bewertung und scheuen Sie nicht davor zurück, sich für Hilfe an Dritte zu wenden. Das können Sie oft komplett anonym machen.

3. Handeln

Johanniter wenden sich bei Verdachtsfällen an unsere pädagogische Fachkraft Helena Hasenkamp. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800 5463370 steht Ihnen Frau Hasenkamp beratend zur Seite. Externe wenden sich z.B. an eine Familienberatungsstelle, das Jugendamt, den Kinder- und Jugendnotdienst oder eine Kinderschutz-Ambulanz der Unikliniken in Ihrer Nähe. Für Eltern gibt es zudem das Elterntelefon, das Sie kostenlos unter der Nummer 0800 111 0 550 erreichen oder die Telefonseelsorge der Kirchen, die Sie ebenfalls kostenlos unter den Nummern 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 erreichen.

Eine Liste mit hilfreichen Telefonnummern, Adressen und Links finden Sie bei unseren Links & Downloads.

Sollten Sie einen schweren Fall von akuter Gewalt gegen ein Kind beobachten dann wählen Sie bitte den Notruf 110!