Osterüberraschung für Johanniter-Kitakinder in Anklam, Carpin und Luckow

Anklam, 09. April 2020

Erzieherinnen halten in der Krise Kontakt zu Kindern

Nur ein Bruchteil der 192 Kinder aus der Kita „Sonnenschein“ in Anklam besucht momentan aufgrund der Coronapandemie die Einrichtung – in der Notbetreuung. Alle anderen Kinder sind zuhause. Trotzdem ließen es sich die 27 Erzieherinnen nicht nehmen, für alle Kinder eine kleine Osteraktion vorzubereiten. Selbstgebastelte Karten, die mit einem individuellen Text für jedes der 192 Kinder, einem Ostergedicht und Osterglückwünschen versehen waren, sowie ein kleiner Schokohase füllten das Osterkörbchen. Die Aufmerksamkeiten wurden vom „Osterhäschen“ ganze drei Tage lang verteilt, denn jedes Kind hat sein kleines Geschenk bis Donnerstagnachmittag nach Hause geliefert bekommen. 

„Wir hoffen, unseren Kitakindern eine kleine Freude bereitet zu haben. Sie fehlen uns sehr. Ausnahmslos alle meiner 27 Erzieherinnen, auch die, die krank oder im Urlaub sind, haben sich an der Aktion beteiligt. Damit möchten wir zeigen, dass wir sehr an unsere Kinder denken und für sie da sind, auch wenn wir einen Großteil davon momentan nicht sehen und betreuen können“, so Sandra Dünow, Leiterin der Einrichtung.

Umso überraschter waren die Pädagogen, als Donnerstag früh die Mutter zweier Kinder, die derzeit in der Notbetreuung sind, Frühstück für die Erzieherinnen und Kinder spendierte. „Die Mutter sagte uns, dass sie sich damit bei uns bedanken möchte, weil wir die gesamte Situation aus ihrer Sicht unkompliziert meistern. Diese Wertschätzung hat uns alle sehr gerührt“, berichtet die Leiterin.
Die Pädagogen halten zusammen und sind in der Krise noch enger zusammengerückt. „Auch wir als Team vermissen uns sehr. Wo wir sonst täglich 200 bis 300 Leute um uns hatten, sind es jetzt nur noch vier bis fünf Mitarbeiter und einige wenige Kinder. In dieser schwierigen Zeit profitieren wir von unserem Zusammenhalt und merken, dass dieser noch stärker geworden ist“, berichtet Dünow.

Auch unsere Erzieherinnen der Kita in Carpin, die "Käferburg", überraschten die Kinder, Mit einem selbstgebastelten Hasenkörbchen, das ein süßes „Innenleben“ hatte, wurde dieses mit einem individuellen Namensschild vom „Osterhäschen“ an den Zaun der Einrichtung hübsch dekoriert angehängt.Nicht nur bei den Kindern, auch bei den Eltern kam die Aktion gut an. „Ich habe die Geschenke an den Zaun gehängt und anschließend jedes Elternhaus angerufen. Einige waren sehr gerührt. Andere freuten sich, weil sie mal wieder mit uns reden konnten und holten sich gleich noch tolle Ideen ab, die sie in dieser schwierigen Zeit mit ihren Kindern umsetzen können“, so Anja Zahn, Leiterin der Einrichtung. Am späten Nachmittag waren alle Häschen weg. Als Ausdruck des Dankes gab es von den Familien viele Herzen und nette Worte, die per WhatsAPP eintrafen.

 

In unserer Kita "Pustewind" in Luckow hat sich Ähnliches zugetragen:   Ein individueller Brief mit aufmunternden Worten und der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen, dazu ein Fingerspiel, ein Osterbackrezept und österliche Ausmalbilder füllten die Osterpostsendung. Ein kleiner Schokohase durfte natürlich nicht fehlen. Die Aufmerksamkeiten wurden vom „Osterhäschen“ verteilt und kamen per Post bei den Kindern zuhause an.

Ihre Ansprechpartnerin für Medienfragen Diana Gronow

Kommunikationsbeauftragte

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Regionalverband Mecklenburg-Vorpommern West
Pappelgrund 16
19055 Schwerin