14 neue Rettungssanitäter sind fit für die Praxisphase

Rendsburg, 20. August 2018

Die Kameraden der Feuerwehr Rendsburg demonstrieren das Öffnen eines Unfallwagens. Foto: Johanniter

Vier intensive Lernwochen liegen hinter den jungen Rettern: Am Wochenende haben sie die theoretischen und praktischen Zwischenprüfungen der Rettungssanitäter-Grundausbildung in Rendsburg erfolgreich abgelegt. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt für die 18- bis 24-jährigen Johanniter aus Hamburg und Schleswig-Holstein Nord/West jedoch nicht: Nun folgen je 160 Stunden Praktikum im Krankenhaus und in einer Rettungswache, bevor im Herbst der 40-stündige Abschlusslehrgang mit Prüfung vor der staatlichen Prüfungskommission ansteht. Erst dann dürfen sie ihren Dienst als ausgebildete Rettungssanitäter beginnen.

An der 2017 neugegründeten Schule für Rettungssanitäter haben die Lehrgangsteilnehmenden eine solide Basis für ihre spätere Tätigkeit erlernt: Neben den Grundlagen der Notfallversorgung und des Transport von erkrankten oder verunfallten Personen haben sie erfahren, wie sie den Notfallsanitätern im Rettungsdienst assistieren und wie sie die Verantwortung für den Patienten im qualifizierten Krankentransport übernehmen. Auch für den Einsatz im Bevölkerungsschutz sind die jungen Johanniter nun gerüstet: Auf dem Kursplan standen unter anderem Anatomie, Physiologie, Erkrankungen der Atmung und des Herz-Kreislaufsystems, Neurologie, Psychiatrie, Rechtskunde, Medikamentenkunde und die Reanimation mit Defibrillation sowie Intubation.

Dank der Unterstützung durch die Freiwillige Feuerwehr Rendsburg konnten die angehenden Rettungssanitäter am Traumatag live trainieren, wie Menschen aus einem Unfallfahrzeug gerettet werden – samt anschließender Immobilisierung aus dem Fahrzeug. Dafür hatten die Kameraden der Feuerwehr entsprechendes Werkzeug dabei, um Scheiben, Türen und Fenster zu entfernen. „Für die Kursteilnehmenden war diese Lektion sehr wichtig“, erläutert Nicolas Tobaben, Bereichsleiter Ausbildung, Katastrophenschutz und Integration im Landesverband Nord. „Sie erhielten nicht nur wertvolle Tipps zur Versorgung des Patienten, sondern vor allem auch zur Zusammenarbeit mit der Feuerwehr an einer Einsatzstelle.“

Ärztin Aurelia Hübner von der Johanniter-Akademie Berlin, die Rettungsassistenten Nils Schöning von der Rettungsleitstelle Holstein, Benedict Peters und John Schmidt, beide aus dem Johanniter-Regionalverband Hamburg sowie Schulleiter und Praxisanleiter Nicolas Tobaben, gelernter Krankenpfleger und Rettungsassistent sorgten für die inhaltliche Ausgestaltung des Lehrgangs.

Eindrücke vom Traumatag in Rendsburg

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