Achtung, Kunstblut: Hinschauen ausdrücklich erwünscht

Kiel, 17. September 2018

Genau hinschauen: Beim Landeswettkampf kommt es bei der Versorgung der Verletztendarsteller auf jedes Detail an.
Foto: Johanniter

Gaffen erlaubt: Wenn am Samstag, 22. September beim Johanniter-Landeswettkampf der Ersten Hilfe in Kiel literweise Kunstblut fließt und die Retter in voller Montur zur Hilfe eilen, sind Zuschauer herzlich willkommen. Insgesamt 46 Johanniter-Retterteams aus ganz Norddeutschland zeigen im sportlichen Wettkampf ihr Können in Erster Hilfe. Gesucht werden die besten Retterteams des Nordens, die sich mit dem Sieg in ihrer Kategorie für den Johanniter-Bundeswettkampf 2019 qualifizieren. Schirmherr der Veranstaltung ist Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther. Eröffnet wird der Landeswettkampf von Hans-Werner Tovar (Stadtpräsident Kiel), den Mitgliedern des Johanniter-Landesvorstands Nord, Sandra Zitzer und Dr. Christoph Dumrath, und Johanniter-Landesarzt Dr. Norbert Lins. Insgesamt werden über 700 Teilnehmer und Gäste erwartet.

Zwischen 10:30 Uhr und 16:00 Uhr werden der Campus der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der angrenzende Botanische Garten zur Wettkampfarena. In fünf verschiedenen Alters- bzw. Leistungsklassen, von den kleinsten Ersthelfern aus Kindergarten und Hort über die Schulsanitäter bis hin zu den Profirettern aus dem Rettungsdienst, stellen alle Teilnehmer ihr Ausbildungsniveau und ihre Einsatzfähigkeit unter Beweis. Erstmals dabei sind die Erzieherinnen und Erzieher aus den Johanniter-Kitas: Sie zeigen die Erste Hilfe am Kind. In den Johanniter-Kitas und -Horten lernen die kleinen "Ersthelfer von morgen" von Anfang an, wie wichtig Erste Hilfe ist. Beim Wettkampf lösen die jungen Retter spielerisch kindgerechte Aufgaben wie den Kreativtest oder wagen sich an einfache Fallbeispiele aus ihrem Alltag, wie zum Beispiel ein aufgeschlagenes Knie, das mit einem Pflaster versorgt werden muss. Damit zeigen sie allen: Helfen ist kinderleicht.

Höchste Konzentration von den älteren Teilnehmern fordern der anspruchsvolle Theorietest, die Herz-Lungen-Wiederbelebung und ein Trageparcours, bei dem die Helfer auf Zeit eine mit Wasser gefüllte Schale auf einer Trage über Hindernisse befördern müssen. Eine besondere Herausforderung sind die authentischen Fallbeispiele in den praktischen Tests: Die ausgebildeten Schminker der Realistischen Unfalldarstellung präparieren dazu rund 40 Verletztendarsteller mit viel Theaterschminke und Kunstblut. In den wirklichkeitsgetreu nachgestellten Unfallszenarien müssen die Wettkampfteilnehmer die fiktiven "Verletzten" versorgen und alle Symptome richtig deuten. Unter den wachsamen Augen der speziell geschulten Schiedsrichter müssen die Teams die Aufgaben lösen, um einen Platz auf dem Siegerpodest zu ergattern.

Für die vielen Helfer aus Sanitäts- und Rettungsdienst, darunter überwiegend Ehrenamtliche, ist der Landeswettkampf nicht nur Spaß: Er ist eine wichtige Übung, bei der die Retter ihre eigenen Fähigkeiten überprüfen können.

Für Erfrischungen und ein buntes Rahmenprogramm für kleine Gäste sorgt die Johanniter-Jugend. Außerdem stellen die Johanniter in einer Leistungsschau diverse Dienste vor, u. a. die Johanniter-Taucherstaffel.

Ihre Ansprechpartnerin für Medienfragen (Kopie 1) Antje Bastick

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