Große Ausbildungsübung der Johanniter und der Polizei

Kiel, 21. Mai 2019

In einem Kleingarten haben Jugendliche nach einer durchzechten Nacht eine CO2-Vergiftung, im CITTI-Park gibt es Verletzte nach einem Raubüberfall, dann werden häusliche Gewalt unter Drogeneinfluss, ein Fahrradunfall mit Unfallflucht und ein gewaltsamer Übergriff auf zwei Obdachlose im Schrevenpark gemeldet. Und am Nachmittag gibt es auf dem Bundeswehrgelände in Kronshagen eine Massenschlägerei.

Das waren die Szenarien für die große Ausbildungsübung am 16. Mai in Kiel unter Federführung der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. und des 3. Polizeireviers in Kiel. An der ganztägigen Ausbildungsübung waren rund 60 Einsatzkräfte beteiligt, darunter Auszubildende aus den Hilfsorganisationen (ASB, DRK, Johanniter) sowie etwa 30 Polizeischüler der Landespolizei Schleswig-Holstein mit ihren Trainern. Von den Johannitern waren ein Auszubildender der Lehrrettungswache Kiel und zwei aus Plön dabei. Auch viele Mimen und „Verletzte“ waren zugegen, die während der Übung wirklichkeitsgetreue Szenen spielten.  Aus Kronshagen unterstützten das Bundeswehrkrankenhaus und die Freiwillige Feuerwehr. Insgesamt waren rund 150 Teilnehmer dabei.

Ralf Müller aus dem Johanniter-Organisationsteam und Johanniter-Trainer Michael Gärtner hatten alle Hände voll zu tun, waren im Endeffekt aber sehr zufrieden. „Unsere Einsatzkräfte haben viele Dinge richtig gemacht, sich aber auch noch einige Fehler geleistet, die wir im Nachgang durchgehen“, so Müller. Das ist der Sinn der Übung, denn die Auszubildenden sollen in realistischen Einsatzübungen trainieren. Dabei lernen sie, schwierige Einsatzlagen zu meistern und mit anderen Hilfsorganisationen, Polizei und Feuerwehr zusammenzuarbeiten. Die jeweiligen Leistungen werden protokolliert und in den Feedback- und Analysegesprächen durchgegangen. Auch zukünftig soll diese Übung stattfinden. Begleitet wurde die Übung in diesem Jahr von den Medien.