Verabschiedung der Schulkinder

Quickborn, 07. Juli 2010

Traditionelle Entlassung der Schulkinder in der Wilden 13

27 Jungen und Mädchen werden nach den Sommerferien nicht mehr jeden Tag in das Johanniter-Kinderhaus Wilde 13 in Quickborn-Heide kommen, sondern die Schulbank drücken. Am 7. Juli 2010 wurden sie deshalb, so will es die Tradition der Kindertagesstätte der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. , aus dem Fenster hinausgeworfen.

 

Natürlich liegt das Kinderhaus im Erdgeschoss und eine dicke Turnmatte empfing die zukünftigen Schulkinder auf der anderen Seite. „Wir haben die Kinder einige Jahre auf ihrem Lebensweg begleitet und nun beginnt für sie ein neuer Abschnitt. Der symbolische Rauswurf ist eine schöne Tradition und ist für die Kinder genauso wichtig wie für uns Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, erklärt Kita-Leiterin Grit Feller das ungewöhnliche Ablöseritual.

 

Vorangegangen war dem traditionellen "Rauswurf“ eine feierliche Zeremonie. Den Auftakt machte ein afrikanisches Theaterstück, dass die Kinder vor ihren Eltern, Geschwistern und Großeltern aufführten. Anschließend überreichte Grit Feller jedem Kind eine bunte Schultüte. Dazu verlas sie einige persönliche Worte, die die Mitarbeiter der Wilden 13 gemeinsam für jedes Kind verfasst hatten. Einige Gruppen hatten schon gemutmaßt, was aus den Jungen und Mädchen einmal werden könnte: Demnach kommt die zukünftige Bundeskanzlerin aus Quickborn.

 

Der „Rauswurf“ fand unter lautem Applaus statt und bildete den Abschluss der Schulkinderentlassung. Draußen nahmen die stolzen Eltern ihre Großen in Empfang. Einigen der Jungen und Mädchen fiel der Abschied sichtlich schwer, aber auch für die Erzieher war es ein bewegender Tag. Einige Kinder waren schon mit sechs Monaten in die Wilde 13 gekommen. "Wir haben viele Kinder über einen langen Zeitraum begleitet. Bei einigen waren wir dabei, als sie ihr erstes Wort sprachen", erklärt Feller.


Quickelbü veranstaltet Ralley für die Schulkinder

 

Auch im Johanniter-Kinderhaus Quickelbü wurde die Verabscheidung der zukünftigen ABC-Schützen gebührend gefeiert. Nachdem jedes Kind einzeln zum neuen lebensabschnitt beglückwunscht wurde, startete die Gruppe eine Ralley. Schon ganz auf Schule eingestellt, mussten sich die Jungen und Mädchen Dinge merken, verhexte Wörter lesen, bis zehn zählen und dabei in die entsprechenden Reifen springen, Rechnen und das Ergebnis in Schritten abgehen, Hullahop tanzen und Schubkasse fahren. Am Ende erwartete sie ein Schatz.