"Helfen macht glücklicher als Geld"

Köln/Kreis Mettmann, 29. März 2019

Johanniter NRW veröffentlichten Jahresbericht 2017/2018 als Doppelausgabe

 

Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung sind Menschen, die anderen gerne helfen, im Durchschnitt mit ihrem Leben zufriedener als andere, die nach Geld und Karriere streben. Dass Helfen glücklicher als Geld macht, wissen auch unsere 8.321 ehrenamtlichen Johanniter, die sich im Rettungs- und Sanitätsdienst, in den 27 Einsatzeinheiten des Bevölkerungsschutzes, 69 Einsatzgruppen sowie neun Rettungshundestaffeln engagieren. Dies geht aus dem Jahresbericht 2017/2018 der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) in Nordrhein-Westfalen hervor, den die evangelische Hilfsorganisation heute in Köln vorstellte. Erstmalig erscheint der Jahresbericht in einer Doppel-Jahres-Ausgabe, um künftig aktueller über die Neuigkeiten der größten christlichen Hilfsorganisation berichten zu können. Hans Freiherr von Tiesenhausen, ehrenamtliches Mitglied im Landesvorstand, betonte die große Bedeutung des Ehrenamtes für die Menschen in NRW:

 

"Ob als Erste-Hilfe-Ausbilderin, Betreuer im ambulanten Hospizdienst, als Jugendgruppenleiterin oder Helfer in der Einsatzeinheit – jeder Johanniter leistet 'Aus Liebe zum Leben' Großes für seine Mitmenschen, was mit Gold nicht zu bezahlen ist."

Rettungsdienst, Soziale Dienste und Jugendarbeit
468.298 Mal sind die Johanniter im Jahr 2017 aus ihren Rettungswachen ausgerückt, um beim Krankentransport medizinische Hilfe zu leisten und in der Notfallrettung sowie im Blut- und Organtransport Menschenleben zu retten. Hinzu kamen 109.646 Fahrten mit Ärzten zu Patienten, bei denen rund 1,8 Mio. Kilometer zurückgelegt wurden.

In ihren Sozialen Diensten pflegten die nordrhein-westfälischen Johanniter 2017 gut 2.300 Patienten ambulant und ermöglichten mit ihrem Hausnotruf als Marktführer fast 55 000 Menschen ein selbstständiges, sicheres Leben in den eigenen vier Wänden. Sie betreuten über 3.200 Kinder in ihren 56 Kindertageseinrichtungen. "Besonders freue ich mich über den Zulauf bei unseren jüngsten Helfern, den Schulsanitätern", sagte Landesvorstand Magnus Memmeler. "Denn auch die Zahl der Schulsanitätsdienste der Johanniter ist gestiegen."

An 134 Schulen in NRW (Vorjahr: 129) sorgen Schülerinnen und Schüler selbst für die medizinische Sicherheit ihrer Mitschüler und Lehrer und übernehmen die Erstversorgung bei Unfällen und Erkrankungen. Die Johanniter bilden die "Schulsanis" aus und stellen die Ausrüstung. Über 3.000 Kinder und Jugendliche sind in den Schulsanitätsdiensten und in der Johanniter-Jugend organisiert.

Knapp eine halbe Million Förderer unterstützen die Arbeit der Hilfsorganisation durch ihre Mitgliedschaft. "Ihr Beitrag macht einen wichtigen Teil unserer Arbeit erst möglich. Dafür sind wir ihnen sehr dankbar", so Kirsten Hols, hauptamtliches Mitglied des Landesvorstandes. Das DZI-Spendensiegel bescheinigt den Johannitern erneut den effektiven und transparenten Umgang mit den anvertrauten Spendengeldern.

Top-Arbeitgeber laut "Focus"
Dass die Johanniter-Unfall-Hilfe ein sehr attraktiver Arbeitgeber gerade auch in den Bereichen ambulante Pflege und Kindertageseinrichtungen ist, zeigt auch die wiederholte Bewertung als "Top-Arbeitgeber" bei einer aktuellen Focus-Untersuchung.

Hintergrund – Die Johanniter in Nordrhein-Westfalen
Mit knapp einer halben Million Fördermitgliedern und rund 15.000 ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern inkl. Jugend ist die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. die größte christliche Hilfsorganisation in Nordrhein-Westfalen. Sie ist seit 1952 in den unterschiedlichsten sozialen und karitativen Bereichen aktiv und steht in der Tradition des evangelischen Johanniterordens, dessen wichtigstes Anliegen seit Jahrhunderten die Hilfe von Mensch zu Mensch ist.