„Engagement macht glücklich“

Köln/Neuss, 18. Januar 2014

Über 200 Gäste beim Neujahrsempfang der Johanniter im Zeughaus Neuss

Mit über 200 Gästen aus Politik, Diakonie, Verwaltung, Wirtschaft und befreundeten Hilfsorganisationen haben die nordrhein-westfälischen Johanniter am 18. Januar ihren Neujahrsempfang gefeiert. Im geschichtsträchtigen Ambiente des Neusser Zeughauses standen Gottesdienst und Empfang der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) in NRW ganz im Zeichen der feierlichen Amtseinführung von Kirsten Hols als neues Mitglied des Landesvorstandes.

Amtseinführung von Kirsten Hols beim Neujahrsempfang des JUH-Landesverbandes NRW (v.l.n.r.): Die NRW-Landesvorstände Bruno Wangler und Hans v. Tiesenhausen, Hans-Jürgen Petrauschke, Landrat des Rhein-Kreises Neuss, Kirsten Hols, JUH-Präsident Dr. Arnold v. Rümker und die Bundesvorstände Joachim Gengenbach, Wolfram Rohleder und Wolf-Ingo Kunze. Foto: Tobias Eilers

Die 45-jährige Volkswirtin leitet künftig die größte christliche Hilfsorganisation in Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit Hans Theodor Frhr. v. Tiesenhausen und Bruno Wangler und ist für den Bereich Finanzen verantwortlich. In ihrer Ansprache sagte sie: „Engagement, Identifikation und Qualifikation der Mitarbeiter auf allen Ebenen und in allen Regionen sind meines Erachtens die Grundlagen für den Erfolg in der Vergangenheit der JUH in Nordrhein-Westfalen – und sie sind sicher auch Grundlage und damit ein Garant für den Erfolg in der Zukunft.“ Für den größten der neun JUH-Landesverbände mit einem Jahresumsatz von rund 172 Mio. Euro arbeiten rund 4.800 hauptamtliche und 10.000 ehrenamtliche Mitarbeiter. Besonders stark sind die Johanniter in den Bereichen Rettungsdienst, Katastrophenschutz, ambulante Pflege, Hausnotruf und soziale Dienste sowie Kindertageseinrichtungen und Jugendarbeit aufgestellt.

JUH-Präsident Dr. Arnold v. Rümker bei seinem Festvortrag. Foto: Tobias Eilers

Landesvorstand Hans v. Tiesenhausen blickte vom vergangenen Jahr, das er als „Jahr des Wechsels“ bezeichnete, auf das neue Jahr 2014 und betonte: „Wer sich bei den Johanniter einbringt, macht etwas Sinnvolles und ist bei der Suche nach dem Glück mit Sicherheit auf dem richtigen Weg! Denn Johanniter wissen, dass nicht das Streben nach beruflichem oder materiellen Erfolg allein Glück und Zufriedenheit garantiert, sondern das sinnvolle bürgerliche Engagement.“ In seinem Festvortrag betonte JUH-Präsident Dr. Arnold v. Rümker den „Mehrwert“ des Engagements der Johanniter: „In zwei bemerkenswerten Einsätzen haben sich unsere Helferinnen und Helfer allergrößte Verdienste erworben. Das sind zum einen der Hochwassereinsatz in Deutschland im Juni und zum anderen unsere Hilfsmaßnahmen auf den Philippinen.“ Alleine in Sachsen und Sachsen-Anhalt seien 700 Johanniter im Einsatz gewesen. V. Rümker war im November als Nachfolger des langjährigen JUH-Präsidenten Hans-Peter v. Kirchbach ins Amt berufen worden.

Grußwort des Landrates des Rhein-Kreises Neuss, Hans-Jürgen Petrauschke. Foto: Tobias Eilers

Zuvor hatte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke die Johanniter im Rhein-Kreis Neuss mit den Worten gelobt: „Hilfe von Mensch zu Mensch ist ihre Motivation, damit haben sich die Johanniter einen guten Namen gemacht. Darauf vertrauen wir im Rhein-Kreis Neuss im Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz.“ Joachim Kürsten, Regionalvorstand des gastgebenden Verbandes Niederrhein, sagte: „Unsere Kernkompetenz liegt zweifelsohne im Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz. Aber wir haben auch ein immer stärkeres soziales Ehrenamt.“

Ehrung besonders verdienter Ehrenamtlicher. Bruno Wangler, Jörg Bombien, Cornelia Lindlohr, Kirsten Hols und Hans v. Tiesenhausen (v.l.n.r.). Foto: Tobias Eilers

Auch beim diesjährigen Neujahrsempfang wurden besonders verdiente Ehrenamtliche geehrt: Cornelia Lindlohr aus Köln und Jörg Bombien aus Hagen erhielten die Verdienstmedaille des NRW-Landesvorstandes. Die 31-jährige Ärztin engagiert sich seit über zwölf Jahren bei den Johannitern in Köln, im weltweiten Auslandsrückholdienst und in der internationalen Katastrophenhilfe der Johanniter. So war sie Anfang 2010 im Katastrophengebiet in Haiti und versorgte die Menschen medizinisch, die unter den Folgen des verheerenden Erdbebens litten. Jörg Bombien aus dem Regionalverband Ruhr-Lippe wurde für sein Engagement im Katastrophenschutz und im Ortsverband Herdecke mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet. Seit 1987 bei den Johannitern engagiert, leitet der 45-jährige Diplom-Ingenieur seit 15 Jahren als Ortsbeauftragter einen der wenigen Ortsverbände in NRW, die rein ehrenamtlich und ohne Unterstützung des Hauptamtes arbeiten.

Hintergrund
Die Johanniter, das sind rund 10.000 ehrenamtliche Helfer, 4.800 hauptamtliche Mitarbeiter sowie rund 500.000 Fördermitglieder, die die christliche Hilfsorganisation alleine in NRW unterstützen. Sie sorgen dafür, dass sich die Johanniter in den Bereichen Erste-Hilfe-Ausbildung, Soziale Dienste, Rettungsdienst, Kinder- und Jugendarbeit oder Bevölkerungs- und Katastrophenschutz zuverlässig und zum Wohl von bedürftigen Menschen engagieren können. Sie knüpfen an eine über 900 Jahre alte Tradition an, aus Liebe zum Leben!