Aachener Helfer zurück aus Mosambik

Aachen / Berlin, 06. Mai 2019

Aachener Johanniter kehrt aus Mosambik zurück. Medizinischer Hilfseinsatz der Johanniter beendet

Helfer der Johanniter waren seit Anfang April in Mosambik im Einsatz, um in der vom Wirbelsturm Idai betroffenen Region medizinische Hilfe zu leisten. Am 28. April kehrten die letzten Helferinnen und Helfer aus der Katastrophenregion zurück. Insgesamt haben die Johanniter vier Wochen lang medizinische Hilfe für die vom Wirbelsturm betroffene Bevölkerung geleistet. Das rein ehrenamtliche Team bestand aus Ärzten, Notfallsanitätern bzw. Rettungsassistenten und Logistiker sowie einem Experten für psychosoziale Betreuung.

Einer der Helfer ist Gregor Hoppe, ehrenamtlicher Soforthelfer der Johanniter. Der 25-Jährige aus Würselen hat das Team als Logistiker und stellvertretender Teamleiter unterstützt. Im Hauptberuf ist er Student.

Wir konnten vielen Menschen vor Ort ganz konkret helfen, ihnen aber auch zeigen, dass sie nicht vergessen und verloren sind. Wir haben Hoffnung gebracht – jetzt muss die langfristige Arbeit weitergehen.“
(Gregor Hoppe)

Gregor Hoppe im Einsatz in Mosambik. Foto: Tiemo Kummer/Johanniter

Das Johanniter-Team war in Grudja im Einsatz, einer ländlichen Gemeinde ca. 90 km westlich der Hafenstadt Beira, einer der am stärksten durch den Wirbelsturm betroffenen Regionen. Im Einzugsgebiet von Grudja leben rund 17.000 Menschen. Der Zyklon Idai hatte neben Häusern und Ernten auch das lokale Gesundheitszentrum zerstört. Eine medizinische Versorgung war seit Idai daher nicht mehr möglich.

Foto: Gregor Hoppe

Die Johanniter betrieben seitdem die Gesundheitsstation und unternahmen von ihrem Basislager in Grudja aus medizinische Versorgungs-Touren in die Region. Das Team behandelte ca. 50 Patienten am Tag, rund die Hälfte davon Kinder. Die häufigsten Krankheitsbilder waren Malaria sowie Atemwegs- und Durchfallerkrankungen. Insgesamt haben die Johanniter 842 Menschen in der Region basismedizinisch versorgt. Es war der erste Einsatz der Johanniter als zertifiziertes Nothilfeteam durch die Weltgesundheitsorganisation.

Foto: Gregor Hoppe

Parallel startet die Johanniter-Auslandshilfe langfristige Projekte in der Region, um die Bevölkerung auch in Zukunft zu unterstützen. Aktuell werden in der Provinz Manica, die ebenfalls stark vom Wirbelsturm getroffen wurde, Saatgut an mehr als 2.500 Menschen verteilt. In einer weiteren Aktion werden Hygieneartikel wie Seife und Eimer sowie Moskitonetze ausgegeben.

Hintergrund:

Durch den Wirbelsturm Idai sind laut UN-Angaben rund 1,85 Millionen Menschen in der Region auf humanitäre Hilfe angewiesen. Der Sturm hat über 600 Menschenleben gekostet und fast 60.000 Häuser unbewohnbar gemacht. Krankheiten wie Cholera sind bereits ausgebrochen. Zudem wurden über 600.000 Hektar Ernten zerstört, was die Versorgung mit ausreichend Nahrungsmitteln in den kommenden Monaten gefährdet.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe und „Aktion Deutschland Hilft“ rufen zu Spenden für die Betroffenen von Zyklon Idai auf:

Stichwort: „Zyklon Idai“
IBAN: DE94370205000433043300 (Bank für Sozialwirtschaft)
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Stichwort „Zyklon Idai“
IBAN: DE62 3702 0500 0000 10 20 30 (Bank für Sozialwirtschaft)
„Aktion Deutschland Hilft“

Über die Johanniter-Auslandshilfe

Die humanitäre Hilfe im Ausland ist eine satzungsgemäße Aufgabe der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Sie wird durch die Johanniter-Auslandshilfe in der Bundesgeschäftsstelle in Berlin umgesetzt. In 12 Länderbüros und in Berlin arbeiten mehr als 250 internationale und lokale Mitarbeitende. Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist ein Werk des evangelischen Johanniterordens. Sie wurde 1952 gegründet. In ihr engagieren sich rund 22.000 hauptamtliche und mehr als 37.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Rund 1,3 Millionen Menschen fördern die Johanniter-Unfall-Hilfe.

Bei Fragen zu unseren Meldungen wenden Sie sich an: Beate Wunsch

Rotter Bruch 32-34
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