Aachener Johanniter mit Hanno-Peter-Preis ausgezeichnet

Aachen / Berlin, 27. August 2019

Der stellvertretende Zugführer der Johanniter-Einsatzeinheit Aachen Jens von den Berken ist Ende August in Berlin im Rahmen des Europäischen Katastrophenschutzkongresses für seine Masterarbeit mit einem zweiten Platz des Hanno-Peter-Preis geehrt worden. Die Deutsche Gesellschaft für Katastrophenmedizin verleiht den Hanno-Peter-Preis seit 2013 alle zwei Jahre. Der Preis wurde zu Ehren des 2009 verstorbenen früheren Präsidenten der Gesellschaft Hanno Friedrich Peter gestiftet. Prämiert werden Arbeiten, die sich in Exzellenz und Originalität herausheben und neue Impulse für Wissenschaft und Praxis in der Katastrophenmedizin geben.

Seine Masterarbeit hat Jens von den Berken zum Abschluss seines Studiums an der RWTH-Aachen verfasst. Sie trägt den Titel „Leistungsbegrenzende Faktoren im Einsatz medizinischer Einheiten im Bevölkerungsschutz“. Von den Berken, der über ein Freiwilliges Soziales Jahr zu den Johannitern kam und sich während seines Maschinenbau-Studiums an der RWTH Aachen weiter in fast 10.000 ehrenamtlichen Dienststunden in Katastrophenschutz und Jugendarbeit der Johanniter engagierte, hat in seiner Abschlussarbeit erstmalig in NRW Daten von realen Einsätzen erfasst und aufgearbeitet. Unter Helfern und Führungskräften im Bevölkerungsschutz hat er eine Umfrage mit dem Titel „Brauchen wir die Einsatzeinheit 2.0?“ veranstaltet. Neben weiteren Auswertungen der Leistungsfähigkeit wurden so Verbesserungspotential und Handlungsempfehlungen für zukünftige Einheiten beschrieben.

Jens von den Berken berichtet vor dem Europäischen Bevölkerungsschutzkongress in Berlin über seine ausgezeichnete Masterarbeit an der RWTH Aachen.

Jens von den Berken berichtet vor dem Europäischen Bevölkerungsschutzkongress in Berlin über seine ausgezeichnete Masterarbeit an der RWTH Aachen.
Foto: Behörden Spiegel / Giessen

„Mein Anliegen war, mit Methoden aus der Ingenieurswissenschaft Bevölkerungsschutz-Einheiten zu bewerten“, erklärt Jens von den Berken, „um eine Mensch-Technik-Organisationsanalyse bezogen auf die Leistungsfähigkeit der Einsatzeinheit NRW durchzuführen.“ Mit seiner preisgekrönten Arbeit konnte von den Berken die Kompetenzen aus seiner wissenschaftlichen Ausbildung und aus seinem bürgerschaftlichem Engagement in hervorragender Weise miteinander integrieren.

„Wir sind außerordentlich stolz auf unseren ehrenamtlichen Mitarbeiter“, so Johanniter-Regionalvorstand Marius Mainzer. Als Rettungssanitäter war Jens von den Berken bei Einsätzen wie der Loveparade 2010 in Duisburg und mehrfach 2017 auf Rettungsschiffen im Mittelmeer aktiv. Marius Mainzer: „Jens von den Berken wird bei den Johannitern in NRW auch als Ideen- und Impulsgeber für den Bevölkerungsschutz geschätzt.“

Hintergrundinformationen

Der Europäische Katastrophenschutzkongress bringt Entscheider, Wissenschaftler, Nachwuchskräfte und Praktiker zusammen. Der Kongress 2019 stand unter dem Leitmotiv „Climate Change“ und die daraus resultierenden Herausforderungen im Bevölkerungsschutz. Neben vielen hochkarätigen Keynotes bot der Kongress auch eine Plattform für Fachdiskussionen mit internationalen Experten.

In der Johanniter-Einsatzeinheit in Aachen, eine von 241 Einsatzeinheiten in NRW für die medizinische, psychosoziale und verpflegungsdienstliche Hilfe in Großschadenslagen, engagieren sich ausschließlich ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Weitere personelle Unterstützung wird stets gebraucht.

Bei Fragen zu unseren Meldungen wenden Sie sich an: Beate Wunsch

Rotter Bruch 32-34
52068 Aachen