Bundesweite Prüfung für Rettungshunde ausgerichtet

Kreis Düren, 11. April 2019

Bundesweite Rettungshundeteamprüfung der Johanniter-Unfall-Hilfe hat im Kreis Düren stattgefunden

15 Rettungshundeteams erhielten ihre Zertifizierung

25 ehrenamtliche Mensch-Hund-Teams der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. (JUH) aus ganz Deutschland haben sich am 6. und 7. April im Kreis Düren der Rettungshundeteamprüfung in der Flächensuche unterzogen. 15 Teams waren erfolgreich und erhielten die Zertifizierung nach DIN 13050 auf Basis der Gemeinsamen Prüfungs- und Prüferordnung für Rettungshundeteams (GemPPO).

Die anspruchsvolle Prüfung für Rettungshundeteams umfasst insgesamt vier Teilbereiche, die alle bestanden werden müssen, damit das Team aus Mensch und Hund für die nächsten 24 Monate für den praktischen Einsatz zugelassen ist. Der theoretische Test besteht aus 25 Fachfragen zur Ersten-Hilfe, Funk, Einsatztaktik, Kynologie; zur Praxis gehören der Verweistest, die Gehorsamsprüfung und die Kernaufgabe „Flächensuche“. Hier hatten die Teams die Aufgabe, zwei „Versteckpersonen“ in einem 30.000 Quadratmeter großen Waldgelände aufzuspüren, eine Erstversorgung und eine qualifizierte Übergabe an den Rettungsdienst durchzuführen.

„Wie immer war die Nervosität unter den angetretenen Teams groß“, berichtet Norbert Schmahl, Leiter der ausrichtenden Rettungshundestaffel des Johanniter-Regionalverbandes Aachen-Düren-Heinsberg. „Selbst wenn Mensch und Hund optimal ausgebildet sind, klappt die Arbeit des Teams nur, wenn beide aufeinander konzentriert sind und eine gute Tagesform haben.“ Dass insgesamt 60% der angetretenen Teams bestanden haben, ist demnach ein äußerst positives Ergebnis.

Gehorsam und Konzentration auf den Hundeführer gehören zu den wesentlichen Eigenschaften eines Rettungshunds. Foto: Beate Wunsch / Johanniter

Während bei der Flächensuche ein realer Rettungseinsatz so realistisch wie möglich nachgestellt wurde, kam es bei den Eingangstests darauf an, dass der Hund mit und ohne Leine den Kommandos seines Menschen folgt und beim „Verweisen“ einen aufgespürten Menschen korrekt anzeigt.

Das Rettungshundeteam hat in der Flächensuche einen Vermissten gefunden – höchste Konzentration unter den kritischen Augen der Prüfer. Foto: Steffen Kaiser / Johanniter

Über die Arbeit mit Rettungshunden

Die Johanniter-Rettungshundestaffeln sind an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit. Als Fachdienst im Rahmen des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes betreiben die nach DIN 13050 zertifizierten Rettungshundeteams in Zusammenarbeit mit der Polizei und den Feuerwehren die Personensuche nach Vermissten. Nur mit gültiger Zertifizierung dürfen die Rettungshundeteams in den Einsatz gehen und werden über die jeweilige Leitstelle angefordert. Die Hundeführer mit ihren vierbeinigen Spürnasen engagieren sich ehrenamtlich und sind für ihre umfangreichen Aus- und Weiterbildungen auf Spenden angewiesen. Die Ausbildung zum Rettungshund dauert rund zwei Jahre und wird mit der Rettungshundeprüfung abgeschlossen, die alle 24 Monate aufgefrischt werden muss.

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